„Kennen Sie das, wenn man irgendwo zum ersten Mal hinkommt und sich direkt zu Hause fühlt?“ Der Mönchengladbacher Arnold Küsters, der seit Jahren unter dem Pseudonym Ian Bray Krimis schreibt, die in der englischen Grafschaft Cornwall spielen, war mehr als erstaunt, als ihn seine Lektorin Karoline Adler damit überraschte, er solle eine Kurzgeschichte über Freundschaft schreiben, für eine Kurzgeschichten-Sammlung mit dem Titel „Welch Glück, dass es dich gibt. Geschichten vom Geschenk der Freundschaft“. „Ich sollte die Geschichte als Ian Bray schreiben und damit war für mich klar, dass sie mit Cornwall oder Whitby zu tun haben müsste“, sagt Arnold Küsters. Das Küstenörtchen ist nämlich nicht nur Schauplatz der meisten seiner England-Krimis, sondern auch so eine Art zweite Heimat geworden, in die es ihn immer wieder zieht. Hier kennt er die Leute und sie ihn, hier besucht er den Pub, macht Musik mit den Dorfbewohnern, hier lässt er die Seele baumeln.
„...nach Cornwall wollte ich nie. Zu viele Touristen und zu viel Rosamunde-Pilcher-Kitsch. Und dann bin ich doch hingefahren.“ So beginnt die Liebeserklärung für eine Gegend von Ian Bray. „Wenn die Sängerin Alexandra einen Baum als Freund haben kann, kann ich auch mit Cornwall befreundet sein“, sagt Arnold Küsters, der eigentlich gerade einen Cosy Crime-Krimi schreiben wollte. Am Ende ist die wunderbare Kurzgeschichte „Hillside oder Das Glück der Klippen“ herausgekommen, die gemeinsam mit 25 weiteren Freundschaftsgeschichten anderer Autorinnen und Autoren als Sommerlesebuch für vergnügliche Stunden im Liegestuhl geeignet ist. Unter den Schriftstellern sind Bestsellerautor Ewald Arenz, Wladimir Kaminer, Mascha Kaléko und außerdem eine weitere Autorin aus Mönchengladbach: Jutta Profijt mit der Kurzgeschichte „Streckensperrung“.