IHK-Standortanalyse liegt vor Mönchengladbach im Aufwind

Mönchengladbach · Die neue IHK-Standortanalyse zeigt aktuelle Stärken und Herausforderungen für die Mönchengladbacher Zukunft auf. OB Felix Heinrichs: „Die positive wirtschaftliche Dynamik gibt Rückenwind für den Strukturwandel“.

 Oberbürgermeister Felix Heinrichs diskutierte mit der IHK über die aktuelle Standortanalyse.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs diskutierte mit der IHK über die aktuelle Standortanalyse.

Foto: Stadt MG

Der Wirtschaftsstandort Mönchengladbach ist weiterhin auf Wachstumskurs. Zwischen 2008 und 2021 entstanden mehr als 18 000 neue Jobs. Dieser Zuwachs ist in erster Linie auf den zügig fortschreitenden Wandel zu einer Dienstleistungswirtschaft zurückzuführen. Dies geht aus der Standortanalyse der IHK Mittlerer Niederrhein hervor, die jetzt präsentiert und mit Oberbürgermeister Felix Heinrichs diskutiert wurde.

„Die Standortanalyse der IHK zeigt eine positive wirtschaftliche Dynamik in der Stadt“, ist sich Heinrichs sicher. Bei der Vorstellung der Studie Ende September konnte er für die Stadt Stellung nehmen. „Seit dem Niedergang der Textilindustrie kämpfen wir am Standort mit den Spätfolgen. Deshalb ist es jetzt entscheidend, die Stärken des Wirtschaftsstandortes in den Blick zu nehmen. Dazu haben wir im vergangenen Jahr die städtische Gesamtstrategie neu aufgestellt“, so Heinrichs.

Eine Potentialanalyse soll tiefgreifende Erkenntnisse für die zukünftige Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft liefern. Die drei in den Blick genommenen Bereiche Luftfahrt, Cyber Sicherheit und Textile stehen dabei im Mittelpunkt. Darüber hinaus soll ein Konzept für einen Knotenpunkt Textil endlich ein funktionierendes Gründungs-Ökosystem ermöglichen. „In diesem Kontext ist die Entwicklung des Wissenscampus gemeinsam mit Wirtschaft und Hochschule eine enorme Chance“, betont der Oberbürgermeister. Gerade die neu geschaffenen Jobs in der Logistik und den Dienstleistungsbranchen müssten sich auf eine Veränderung einstellen.

Bessere Bildung, mehr Wohnungsangebot und ein Ausbau des ÖPNV zählen zu den Schwerpunkten auf Seiten der Wirtschaft und der Stadtstrategie. Alleine seit 2020 ist die Digitalisierung in den Schulen massiv vorangetrieben worden. Über 10 000 iPads stehen zur Verfügung, fast alle Schulen sind mit Glasfaser versorgt und verfügen so über gute Lernbedingungen. Über 1 600 Adressen in den Gewerbegebieten und rund 20 Prozent der Haushalte sind bereits mit Glasfaser versorgt. Die Anbindung von bis zu weiteren 70 000 Haushalten ist momentan in Planung.

Mit der Zentrenstrategie, die Ende 2020 ins Leben gerufen wurde, konnten schon deutliche Verbesserungen in den Innenstadtkernen erreicht werden.  „Mit dem Neubau des Hauptbahnhofes in Rheydt, dem neuen Platz der Republik oder dem im Umbau befindlichen Busbahnhof tragen wir deutlich zu einer Attraktivierung der Stadt bei“, zeigt Heinrichs auf.

Natürlich blicken die Wirtschaftsvertreter*innen auch kritisch auf die Flächenpotentiale in der Stadt. „Der jüngste Streit um Gewerbeflächen hat Verunsicherung geschaffen. Als Verwaltung fassen wir die möglichen Flächen gerade in einem nachhaltigen Gewerbeflächenkonzept zusammen.“

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