Stadtentwicklung trägt seine Handschrift Dr. Gregor Bonin geht in den Ruhestand

Mönchengladbach. · Dr. Gregor Bonin war zuvor seit 2006 Beigeordneter für Planen, Bauen und Liegenschaften in Düsseldorf, und maßgeblich für den Kö-Bogen, die Entwicklung des Medienhafens und den Vodafone-Campus verantwortlich.

 Dr. Gregor Bonin scheidet am 8. November aus dem Dienst der Stadt Mönchengladbach aus. Er geht in den Ruhestand.

Dr. Gregor Bonin scheidet am 8. November aus dem Dienst der Stadt Mönchengladbach aus. Er geht in den Ruhestand.

Foto: Carlos Albuquerque

Am 9. November 2015 trat er seinen Dienst bei der Stadtverwaltung Mönchengladbach an und übernahm mit den Bereichen Planen und Bauen sowie Mobilität und Umwelt eines der größten Dezernate der Stadtverwaltung. Er war unter anderem auch Mitgeschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft (EWMG) und Verbandsvorsteher des Zweckverbands Landfolge Garzweiler.

Unter seiner Federführung wurde eine Reihe von Großprojekten umgesetzt oder angestoßen, unter anderem die Seestadt mg+ auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Mönchengladbach, die Entwicklung des Reme-Geländes, der Maria-Hilf-Terrassen und die Planung eines Rathauses der Zukunft mg+ – nach wie vor eine wichtige Grundlage auch für die alternativen Überlegungen zum Neuen Rathaus. Für die Hindenburgstraße leitete die Stadt in seiner Amtszeit den Wandel von der Einkaufsstraße zum lebendigen und zukunftsfähigen Stadtquartier ein. Der Umbau der Stadtbibliothek und die Neugestaltung des Geroparks sowie des Hans-Jonas-Parks waren wichtige Maßnahmen, die in seiner Zeit als Technischer Beigeordneter umgesetzt wurden. In Rheydt zählen etwa die Umgestaltung des Theaterparks oder der laufende Neubau eines Bahnhofsgebäudes durch die EWMG dazu.

Seine Handschrift trug insbesondere die vom Rat verabschiedete und 2016 auf den Weg gebrachte Stadtentwicklungsstrategie „mg+ Wachsende Stadt“, die inzwischen in die Gesamtstrategie der Stadt übergegangen ist. Sie verfolgte das Ziel, langfristig qualitatives Wachstum für Mönchengladbach zu erreichen, verbunden mit einer Neuausrichtung der Stadtentwicklung. Die Stadtentwicklungsstrategie hatte im städtebaulichen Masterplan MG3.0 ihren Ursprung. Bonin war zugleich Gründungsmitglied des gleichnamigen Vereins.

Die Gestaltung des Strukturwandels, der durch das vorzeitige Ende des Braunkohlentagebaus vorangetrieben wird, war ein Schwerpunkt seiner Arbeit. Die daraus resultierenden Chancen für Mönchengladbach nutzte Bonins Dezernat mit der Projektentwicklung für den Wissenscampus auf dem Gelände des früheren Polizeipräsidiums und der Textilfabrik T7. Die Arbeit an der Mobilitätswende und der Klimafolgenanpassung stellten weitere Schwerpunkte in seinem Dezernat dar. So richtet Mönchengladbach seit 2018 seine Klimaschutz-Aktivitäten am Zertifizierungsprozess für den European Energy Award aus.

2019 wurde Dr. Gregor Bonin vom Niederrheinischen Presseverein mit der „Niederrhein-Leuchte“ ausgezeichnet. Er erhielt diesen Preis in Würdigung seines offenen und fairen Umgangs mit den Medien. „Er versteht Stadtplanung als Motor für die Entwicklung der gesamten Stadt. Er will die Menschen interessieren und zur aktiven Mitgestaltung bewegen – weg vom reinen Konsumieren. Dadurch schafft er Verständnis und Vertrauen“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs bei der Verabschiedung von Dr. Gregor Bonin. „Gemeinsam haben wir viele Projekte auf den Weg gebracht und begleitet, die das Gesicht der Stadt Mönchengladbach langfristig und schon heute zum Positiven verändern“, resümiert Dr. Ulrich Schückhaus, Vorsitzender der EWMG-Geschäftsführung. „Dr. Bonin hat sich stets für eine vielfältige und vor allem qualitative Entwicklung im Wohn- und Gewerbebau eingesetzt. Gemeinsam haben wir konstruktiv und partnerschaftlich die besten Lösungen für Mönchengladbach gesucht. Für die fachliche, aber auch persönliche gute Zusammenarbeit danke ich Gregor Bonin herzlich.“