Kostenlose Beratung bei Mediensucht Wenn Medien krank machen

Mönchengladbach · In der Stadt Mönchengladbach gehen neue Beratungsangebote zur pathologischen Mediennutzung an den Start.

 Die übertriebene Nutzung von Medien kann abhängig und krank machen. Gesundheitsamt und Diakonie beraten zu diesem Thema.

Die übertriebene Nutzung von Medien kann abhängig und krank machen. Gesundheitsamt und Diakonie beraten zu diesem Thema.

Foto: unsplash

Medien, Internet, Social Media und Gaming sind längst alltäglich für uns. Die Nutzungsmöglichkeiten entwickeln sich ständig weiter. Wir vernetzen uns, schließen neue Freundschaften, lernen für Schule, Studium und Beruf über das Internet. Wir nehmen am Leben anderer Menschen und Kulturen teil. Doch die intensive Mediennutzung kann auch zur Gefahr werden, wenn sich irgendwann das ganze Leben nur noch darum dreht und die reale Welt mehr und mehr in den Hintergrund rückt. Oft kommt es zu einem Rückzug aus dem sozialen Leben – mit schulischen, beruflichen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen. Es kann sich eine hohe psychische Belastung entwickeln.

Deshalb hat der Rat der Stadt Mönchengladbach im Juni 2023 beschlossen, neue Angebote zur Vorbeugung und Beratung bei pathologischen Mediennutzungsverhalten zu schaffen. Dafür werden in laufenden Jahr 200 000 Euro und ab 2024 insgesamt 220 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Jetzt gibt es zwei Anlaufstellen für Menschen, die unter „Mediensucht“ leiden, eine beim Sozialpsychiatrischen Dienst im Gesundheitsamt, die andere bei der Suchtberatung der Diakonie. Mit den neuen Beratungsangeboten zur Mediennutzung und Medienabhängigkeit versuchen Stadt und Diakonie, Menschen mit einem problematischen Mediennutzungsverhalten zu erreichen. Ziel ist es, eine Orientierung zu ermöglichen, gefährdendes Verhalten sichtbar zu machen und auf Risiken hinzuweisen.

Sollte bereits eine Abhängigkeit entstanden sein, unterstützen die Beratungsstelle bei der Auswahl und der Beantragung notwendiger Hilfen.

Die Beratungsangebote sind freiwillig, kostenlos, unterliegen der Schweigepflicht und richten sich an Betroffene, Angehörige, Lebenspartner*innen, Eltern, Erziehungsberechtigte und an Fachkräfte.