Ein wahrlich „heißes“ Schützenfest Schiefbahn hat gefeiert

Schiefbahn (mk) · Mit einem wahren Paukenschlag zelebrierte König Jan „Hilli“ Hillebrands den Auftakt zum Schiefbahner Schützenfest.

Tolle Paraden gab es in diesem Jahr wieder in Schiefbahn - alle voran König Jan „Hilli“ Hillebrands.

Foto: Mike Kunze

Rund um den Schützenbaum auf dem Hubertusplatz ertönten schmetternde Marschweisen aus den Instrumenten von fast 300 Spielleuten – ein Genuss für jeden Liebhaber von traditionellen Musikzügen. Die gute Stimmung zog sich trotz zum Teil sengender Hitze durch insgesamt vier Festtage und wurde durch König „Hille“ auch noch befeuert. Schon am Samstag setzte der Monarch Akzente, als das Königshaus nach dem obligatorischen „Auszug“ nicht etwa mit ausgewähltem Kreise in seine Residenz verlegte, sondern zur großen Überraschung nur Augenblicke später wieder durch den Eingang zurückkehrte und die Theke in Beschlag nahm: „Ein König gehört zu seinem Volk!“ So jedenfalls erklärte der 38-Jährige seine Vision von einer modernen Schützenmonarchie. Gute Stimmung und zahlreiche Wasserquellen, die besorgte Schiefbahner Bürger sprudeln ließen, fanden bei den Schützen ebenfalls begeisterte Abnehmer. Das alles konnte aber nicht verhindern, dass Generalstab und Vorstand die Zugwege und Programmpunkte der Paraden abkürzten, um die Marschierer zu schonen – schließlich soll ja vom Tellschützen bis zum Altersjubilar niemand gefährdet werden. Ein Sonnenschutz für die Damen um Königin Pia Hillebrands gab es auf der Tribüne mit Südhang allerdings nicht, so dass es zur Kutschfahrt bereits etliche gerötete Schultern gab. Im Festzelt sorgten hochgeschlagene Seitenplanen und demontierte Elemente für Belüftung bei den übrigen Programmpunkten. Für besonderes Engagement wurden etwa verdiente Schützen ausgezeichnet. Der langjährige ehemalige Geschäftsführer Andreas Moerschen hatte sich in fast 30 Jahren das St. Sebastianus-Ehrenkreuz verdient und Fähnrich Hans-Willi Schmitz nach ebenso langer Zeit den Hohen Bruderschaftsorden. Mit dem Silbernen Verdienstkreuz auf der Brust bestritten Thomas Bongartz, Marcel Gormanns, Sascha Suligoj und Marco Empt die Sonntagsparade. Mit dem Schützenfestmontag stellten die Sebastianer dann traditionell bereits die Weichen für das nächste Schützenfest.