„Ich hatte mir eigentlich eine Rede überlegt – aber es ist alles weg. Ich bin sprachlos“ – so kommentierte Jan I. (Hille) Hillebrands, König der St. Sebastianus Bruderschaft Schiefbahn, am Dienstagabend den Anblick seiner Königsburg.
Die hat nämlich die Anmutung einer nordischen Wikinger-Festung – und dazu eine Geschichte. Da der König an einer Straße wohnt, die keine klassische Straßengemeinschaft zum Schmücken der Burg hat, hat sich in der Bruderschaft eine Gruppe von „Royal Supporters“ aus rund 50 Schützen gebildet. Sie haben in den vergangenen Wochen das Gebäude der Schießanlage am Bolzplatzweg zu einer Königsburg umgestaltet, erklärt Guido Wyes, einer der Supporters. „Da Hille eher der nordische Typ ist, war schnell die Idee zu einer Wikingerburg entstanden – und dann sind immer mehr Elemente dazugekommen“. Das Ergebnis: Die Supporters haben 160 Holzschwarten dunkel geflämmt und für die Burgfront verarbeitet. Dazu kommen unter anderem ein Hirschgeweih über dem Burgeingang, ein Brunnen mit Fontäne und eine „Not-Zapfstelle“ für das Lieblingsgetränk des Königs, Fanta-Korn. Das Ganze ist illuminiert und mit Bildern des Königshauses geschmückt.
Am Dienstagabend präsentierten die Supporters ihrem König und dem Königshaus das Ergebnis und Jan I. war schlicht überwältigt: Ihm kamen vor Begeisterung die Tränen.
Heute hat das Schützenfest der Schiefbahner Bruderschaft begonnen.
Um 18.30 Uhr ist die Musikpräsentation auf dem Hubertusplatz: Hier spielen alle Kapellen, die im Regiment mitmarschieren. Die Schützen freuen sich auf viele Besucher/-innen, um mit ihnen den Auftakt im Ortskern zu feiern. Danach schlagen die Schützen andere Töne an – in diesem Jahr kölsche: „Kölle feiert Schiefbahn“ – so das Motto der Freitagabend-Party im Festzelt am Jahnplatz. Mit dem Top-Act „de Räuber“ tritt eine in der kölschen Musikszene fest verwurzelte Band auf, die internationale Erfahrung hat. Außerdem treten im Festzelt die Klüngelköpp und DJ Aaron! auf.
Es gibt noch Karten an der Abendkasse, sie kosten 25 Euro.