Besondere am Miteinander Theater: Hier stehen Menschen mit Unterstützungsbedarf gemeinsam mit Schülerinnen und Rentnerinnen auf der Bühne. Sie entwickeln im Laufe einer Spielzeit ihr Stück selbst – ohne vorgegebene Texte, dafür mit umso mehr Kreativität, Eigeninitiative und persönlichem Ausdruck. Jede Rolle wird frei gewählt, das Genre gemeinsam bestimmt. So entsteht ein einzigartiges, lebendiges Theatererlebnis, das die Vielfalt unserer Gesellschaft eindrucksvoll widerspiegelt.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Inszenierung steht ein Kammerstück, das auf einem Marktplatz spielt. Eine Gruppe engagierter Menschen hat ein großes Ziel: ein Demokonzert, das Vielfalt sichtbar macht und gesellschaftliche Teilhabe feiert. Doch der Weg dorthin ist steinig. Frau Kleinkariert, eine Verkörperung bürokratischer Hürden, stellt sich mit Paragraphen, Vorschriften und Genehmigungen immer wieder in den Weg. Als wäre das nicht genug, sorgt auch eine aufdringliche Filmemacherin für zusätzliche Herausforderungen.
Aufgeben oder weitermachen? Diese Frage zieht sich durch das Stück und wird vom Ensemble mit viel Charme, Humor und Fantasie verhandelt. Dabei zeigt das Miteinander Theater eindrücklich, wie Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen gemeinsam Hindernisse überwinden und für ihre Rechte und ihre Sichtbarkeit eintreten.
Die Schauspieler*innen mit Unterstützungsbedarf werden dabei individuell begleitet, sodass sie ihre darstellerischen Fähigkeiten eigenständig und selbstbewusst auf der Bühne entfalten können. Im Mittelpunkt steht stets das Miteinander – auf und hinter der Bühne.
Das Publikum darf sich auf einen bewegenden, inspirierenden und unterhaltsamen Theaterabend freuen – und ist eingeladen, Teil dieser besonderen Erfahrung zu werden.