Der Wunsch der Königin (eine echte Tirolerin) auf ein „bäriges“ Schützenfest ging vollends in Erfüllung. Königin Johanna die Erste, die beiden Ministerinnen Karin Brähler und Manuela Gietmanns, dazu Rosi Holter als Königsoffizierin zeigten auf, dass auch Frauen ein tolles Schützenfest organisieren und feiern können. Mit dem Wachzug Junge Jäger hatten sie sich auch Helfer mit viel Erfahrung ausgesucht. Dazu kamen noch die fleißigen Hände einiger Mitglieder aus dem Jägerzug Junge Kameraden. Zugführer war Michael Streithoven.
Die vier Damen sorgten dann auch an jedem Tag für gute Stimmung und kümmerten sich herzlich um Nahrung und Trank. Bei der Vorbereitung und dem Bau der Burg wurde viel gelacht. Diese Stimmung übertrug sich dann im Vorfeld auch auf die Nachbarn, die mit Staunen miterlebten, wie das 12 x 6 Meter große Zelt aufgebaut wurde und dann die Burg entstand. Der ganze Vorbau wirkte wie gemauert.
Diese Stimmung und Freude wurde dann auch mit in das Schützenfest genommen. Die Bewohner des Seniorenheims Lindenhof waren begeistert von dem dargebotenen Platzkonzert der Musikzüge und vor allem von den Kleidern der Damen des Königshauses.
Einige weitere Höhepunkte waren dann am Samstag die Parade an der Kapelle und vor allem der Große Zapfenstreich im Park der Kapelle Kein-Jerusalem. Es folgte am Sonntag der Umzug und die große Parade auf der Hauptstraße.
Bei all diesen Terminen waren immer viele Besucher und Zuschauer anwesend und jubelten dem Königshaus der Damen zu. Dies passierte auch beim Eintritt ins Festzelt. Die eigenen Schützen, die Besucher und Gäste bildeten ein Spalier, durch das es dann zur Bühne und hinauf ging.
Vor 25 Jahren hat der damalige Vorstand des Schützenvereins mit einer Abstimmung das „Ja“ für die Aufnahme von Mädchen und Frauen gegeben. Der Grundstein war gelegt. „Heute haben wir in unserem Verein einen weiteren großen Schritt gemacht. Das 1. Königshaus mit Damen war und ist ein voller Erfolg. Dies sieht man auch bei vielen Aktivitäten wie bei der Lichternacht an der Kapelle-Klein Jerusalem. Ohne diese aktiven Frauen ging vieles nicht mehr“, so die Schützen vom Schützenverein Klein Jerusalem.