So schön war das Schützenfest in Clörath Ehrentänze und Paraden

Clörath-Vennheide (mk) · Auch in Clörath wurde wieder ein tolles Schützenfest gefeiert. Im Mittelpunkt stand König Roger I. mit seiner Hofdame Nora.

König Roger I. Demers (Mitte) genießt mit Hofdame Nora und vielen Gästen den musikalischen Gruß vor der Sonntagsparade. Foto: Kunze

Foto: Mike Kunze

Aufsehenserregend und spektakulär waren die Ehrentänze des Clörath-Vennheider Königs Roger I. Demers mit seiner Hofdame Nora – da waren sich die staunenden Festbesucher einig. Zur allgemeinen Überraschung legte der Monarch mit seiner Hofdame fernsehtaugliche Tänze inklusive Hebefigur aufs Parkett.

Ungewohnt frisch war allerdings auch die Witterung während der Regentschaft von Roger I. Dennoch hat der König im wahrsten Sinne des Wortes „Schwein gehabt“. Nicht nur, dass die Schützen im Großen und Ganzen auf ihren Umzügen trocken blieben, die Königsgruppe „De Heitere“ hatte im Vorjahr von Spieß Daniel Ricken noch die Regimentssau verliehen bekommen – mit dem Auftrag, diese würdig zu präsentieren. Die Husaren hatten daraufhin eigens ein Banner mit dem fröhlichen Borstenvieh herstellen lassen, um die militärische Führung zu beeindrucken. Dabei hatten sie allerdings deren Einfallsreichtum unterschätzt. So überreichte Ricken noch einen Bollerwagen mit einem Metallschwein, das von allen Schützen und Gästen „fleißig mit Münzen und Scheinen gefüttert“ werden durfte. Der Erlös soll noch ein wenig wachsen und später einem guten Zweck zu kommen. Für die Königsgruppe war das anhängliche Ferkel allerdings wegen der schwergängigen Kugellager auch eine Belastung. Nach dem Fest ging „Borsti“ dann aber dank ausreichender Verfehlungen in die Obhut der Herzbuben über.

Emotional gestalteten sich die Auszeichnungen zum Fest. So erhielt der langjährige Schatzmeister und Bezirksgeschäftsführer Klaus-Dieter Altmayer das St. Sebastianus-Ehrenkreuz. Da Altmayer schwer erkrankt nicht erscheinen konnte, schickten die Schützen im Festzelt ihre Genesungswünsche mit einem stillen Gebet auf die Reise, bevor minutenlanger Applaus als Videogruß ins Krankenhaus übermittelt wurde. Für seine vielfältigen Verdienste um den Zeltaufbau darf sich Alexander Marx künftig mit dem Silbernen Verdienstkreuz schmücken.