Passend – erfreulicherweise weniger inhaltlich als zeitlich - zum just erlebten Jahresbeginn startet die Galerie Schloss Neersen mit der Ausstellung „Somebody get murdered on new years eve” (englisch für „Jemand wurde am Neujahresabend ermordet“) mit Malerei von Horst Keining: Zur Vernissage am Sonntag, 18. Januar, lädt Kuratorin Jutta Saum um 11 Uhr herzlich ein.
Auf die Kunstfreunde warten Bilder und Aquarelle, mit denen Horst Keining an die Pop-Art der 60er anknüpft, indem er frei assoziierend Zeichen, Muster, Embleme von Konsum-Ikonen, Ausschnitte von Comics oder Journalen sowie Schrift auf mehreren Bildebenen zu einer Ansicht zusammenfügt. „Durch die Überlagerung und die malerische Verflüssigung der Konturen lösen sich inhaltlich logische Zusammenhänge zugunsten einer stabilen kompositorisch Bildeinheit auf. Wie bei einem Vexierbild lässt sich nicht alles gleichzeitig erfassen. Auf jeden Fall lohnt es sich hier, einen längeren Blick auf die Arbeiten zu werfen, um alle Schichten zu entdecken“, so Jutta Saum.
Keining, geboren 1949 in Hattingen, wechselte 1970 nach zwei Semestern Studium der Bauingenieurwissenschaften an der Ruhr Universität Bochum zur Kunstakademie Düsseldorf. Dort absolvierte er ein Studium bei Erwin Heerich, heute lebt und arbeitet er in Düsseldorf.
Begrüßen wird die Gäste am Sonntag Bürgermeister Christian Pakusch; anschließend gibt es Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Künstler.
Unter KonsumiIkonen versteht die Kunstwelt zentrale Symbole, Marken, Produkte, Comicfiguren oder auch Personen, die eben unter anderem in der Werbe- oder Konsumkultur verwurzelt sind und dann künstlerisch kommentierend aufgegriffen und in Werke auch parodistisch oder ironisierend verfremdet integriert, künstlerisch genutzt und neu interpretiert werden.
Geöffnet ist die Ausstellung in der Galerie Schloss Neersen nach der Vernissage bis zum 8. Februar mittwochs bis freitags 17 Uhr bis 19 Uhr, an den Wochenenden 11 bis 17 Uhr.