Hoher Besuch auf Schloss Neersen Christian Wulff in Neersen

Stadt Willich · Der ehemalige Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland Christian Wulff war jetzt mit einer japanischer Delegation zu Gast auf Schloss Neersen.

Auf dem Gruppenbild von rechts: Mika Yamagata, Guido Görtz, Yasuo Inadome, Christian Wulff, Mutsuko Fujii, Setsuko Kawahara, Christian Pakusch, Andreas Päßler, Andrea Kersting und Manfred Linder. Foto: Stadt Willich

Auf dem Gruppenbild von rechts: Mika Yamagata, Guido Görtz, Yasuo Inadome, Christian Wulff, Mutsuko Fujii, Setsuko Kawahara, Christian Pakusch, Andreas Päßler, Andrea Kersting und Manfred Linder. Foto: Stadt Willich

Foto: Stadt Willich

Hoher Besuch auf Schloss Neersen: Christian Wulff, von 2010 bis 2012 der zehnte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, wurde am heutigen Dienstag von Bürgermeister Christian Pakusch empfangen.

Hintergrund: Seit Montag ist eine Vertreterin der Schule Fujii-Gakuen aus Willichs japanischer Partnerstadt Marugame in Willich zu Besuch. Die ehemalige Präsidentin der Fujii-Gakuen-Schule, Frau Prof. Mutsuko Fujii, die ihre leider verhinderte Tochter und aktuelle Präsidentin Noriko vertritt, ist zu Gast. Grund ihres Besuches in Willich: Intensive Beratungen mit der hiesigen Partnerschule St. Bernhard Gymnasium über die Wiederaufnahme des auch durch Corona unterbrochenen Schüleraustausches.

Und bei dieser Gelegenheit hatten sich die Gäste aus Marugame ein Treffen mit dem sehr Japan-affinen Altbundespräsidenten Christian Wulff, der in seiner jetzigen Funktion im vorigen Jahr einen Festvortrag zum 100-jährigen Jubiläum der Fujii-Gakuen-Schule gehalten hatte, gewünscht. Professor Takahiro Shinyo (unter anderem von 2008 bis 2011 Botschafter von Japan in der Bundesrepublik Deutschland), der aus Marugame stammt und als enger Freund der Stadt Willich ganz wesentlich über Jahre zum Zustandekommen der Städtepartnerschaft beigetragen hat, und natürlich Yasuo Inadome als Präsident des Japan-Club Willich machten neben anderen das Treffen in Schloss Neersen möglich.

Wulff ist als früherer Bundespräsident jetzt unter anderem offiziell bei ausländischen Staatsakten tätig, Vorsitzender des Stiftungsrates der Deutschlandstiftung Integration, Präsident des Deutschen Chorverbandes sowie weiterer Organisationen im In- und Ausland. Präsidentin Fujii war es ein aufrichtiges Anliegen, Herrn Wulff ihre Dankbarkeit für seinen Besuch in Marugame nochmals persönlich zum Ausdruck bringen.

Zum Empfang ebenfalls gekommen waren neben Yasuo Inadome aus Düsseldorf Generalkonsulin Setsuko Kawahara und Konsulin Yamagata (Japanisches Generalkonsulat), Landtagsabgeordneter Guido Görtz, Schulleiter Andreas Päßler und sein Vertreter Manfred Linder (St. Bernhard-Gymnasium) sowie Andrea Kersting als Vertreterin der Malteser-Werke (Schulträger des St. Bernhard Gymnasiums).

Wulff selber, der sich natürlich ins Goldene Buch der Stadt eintrug, hat selbst bereits rund 20 Mal Japan bereist und zum derzeitigen Japanischen Kaiser, den er noch als Kronprinz kennenlernen durfte, dank wiederholter auch längerer Gespräche ein besonderes Verhältnis. Er erinnerte mit verschiedenen Erzählungen an seine diversen Besuche im Reich der Mitte, stellte aber besonders auf seinen Vortrag an der Fujii-Gakuen-Schule ab: In diesem habe er unter anderem thematisiert, was „junge Leute von älteren lernen können – was in Japan eine gewaltige Herausforderung ist, weil die jungen Leute in Japan sowieso großen Respekt und große Ehrfurcht vor den Alten haben und von ihnen lernen.“

Es habe im Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern sehr viele bewegende Momente gegeben. Besuche in der Region – er hat Tempel besucht, Schreine und auch ehemalige Kriegsgefangenenlager - hätten einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht: „Wenn man Japan verstehen möchte, gehört ein Besuch der Shinto-Schreine dazu.“ Wulff betonte außerdem, dass gerade für hiesige Kinder und Jugendliche das Kennenlernen der japanischen Kultur eine unglaubliche Bereicherung in Blick auf ihre eigene Entwicklung darstellen könnte.

Wulff und Generalkonsulin Setsuko Kawahara betonten beide die unglaubliche Wichtigkeit der Partnerschaft zwischen den Schulen in Willich und Marugame, deren Bedeutung über den Wert einer reinen Schulpartnerschaft natürlich weit hinausreiche; beide sagten zu, diese auch künftig nach Kräften fördern zu wollen.

Bürgermeister Christian Pakusch seinerseits dankte allen Akteuren, die zum Zustandekommen der Schul- und auch der Städtepartnerschaft Marugame-Willich bisher beigetragen hätten und den künftigen Ausbau weiter fördern wollten. Als kleines Erinnerungsgeschenk an das Treffen auf Schloss Neersen überreicht er dann zum Abschied Frau Fujii, Generalkonsulin Setsuko Kawahara und dem ehemaligen Bundespräsidenten Wulff eine Miniatur-Lego-Ausgabe des Schlosses Neersen - eine kleine Gabe, die sichtlich hervorragend bei den Gästen ankam.

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