Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus Willich voll im Zeitplan Rohbau fast abgeschlossen

Stadt Willich · Die Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus Willich sind voll im Zeitplan: der Rohbau ist nahezu abgeschlossen.

Markus Schöps und sein Kollege Björn Rippegarten aus dem Geschäftsbereich Objekt und Wohnungsbau auf der Baustelle.

Foto: Stadt Willich

Gute Nachrichten in Sachen Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus Willich: „Die Arbeiten auf dem rund 16 000 Quadratmeter großen Areal verlaufen bis hierhin planmäßig“, freut sich Markus Schöps, als Architekt und Leiter des Betriebs Objekt- und Wohnungsbau ganz nah dran an der Maßnahme.

Zehn Feuerwehrfahrzeuge werden in der neu errichteten Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses Platz finden, zusätzlich ist ein separater Bereich als Waschhalle vorgesehen. Das Gebäude bietet neben den üblichen Sozialräumen und einem wirklich großzügigen Schulungsraum auch Büroräume für die ehrenamtlichen Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehr des Löschzugs Willich, außerdem das Büro des Leiters der Feuerwehr.

Ein besonderer Fokus, erläutern Schöps und sein Kollege Björn Rippegarten aus dem Geschäftsbereich Objekt und Wohnungsbau (OWB), liegt auf einem nachhaltigen Energiekonzept: Sowohl die Wärmepumpe des Neubaus als auch die Wärmepumpe des Bestandsgebäudes werden künftig über einen im Erdreich installierten, kreisrunden Eisspeicher mit einem Durchmesser von rund 16 Metern versorgt. Die Räumlichkeiten des Neubaus - rund 2 000 Quadratmeter – werden über dieses System in Kombination mit Wärmepumpen ganzjährig zur Temperierung genutzt – sowohl zur Beheizung in den Wintermonaten als auch zur Klimatisierung im Sommer. Zusätzlich wird auf der Übungshalle unterstützend eine Photovoltaikanlage errichtet. Gefördert wird das zukunftsweisende Projekt übrigens über die Sparkassen-Nachhaltigkeitsstiftung.

Der Rohbau des neuen Feuerwehrgerätehauses wurde also jetzt planmäßig zum Jahresende 2025 weitgehend fertiggestellt. Auch bei der Klinkerfassade sind deutliche Fortschritte zu verzeichnen: Zum Jahreswechsel war diese bereits zu rund zwei Dritteln fertiggestellt. Die vollständige Fertigstellung der Fassade ist derzeit bis Februar 2026 vorgesehen.

Nach den witterungsbedingten Einschränkungen in den Wintermonaten laufen die Arbeiten an den Dächern der Übungshalle und des Feuerwehrgerätehauses inzwischen wieder. Derzeit wird an der Übungshalle die Dachdämmung aufgebracht, während am Feuerwehrgerätehaus die erste Abdichtungsebene in Arbeit ist. Mit deren Abschluss ist das Gebäude so weit geschlossen, dass die Ausbaugewerke im Inneren beginnen können.

Die Montage der Fenster und Tore soll bis Mitte beziehungsweise Ende Februar abgeschlossen sein. „Ab diesem Zeitpunkt gehen wir von einer vollständig dichten Außenhülle aus – dann können die weiteren Arbeiten im Gebäude weitgehend unabhängig von der Witterung erfolgen“, so noch einmal Schöps.

Die Ausschreibungen für die erforderlichen Arbeiten an den Außenanlagen sind bereits erfolgt. Die Vergabe des letzten großen Gewerks ist derzeit für Februar vorgesehen, und gemäß des aktuellen Bauzeitenplans ist die Gesamtfertigstellung des Feuerwehrgerätehauses zum vorgesehenen Zeitpunkt zu erwarten - sofern der Bauablauf weiterhin planmäßig und ohne wesentliche witterungs- oder lieferbedingte Verzögerungen verläuft: Ende des Jahres, so die vorsichtige Prognose, soll die Wehr um- und einziehen können.

Der Eisspeicher ist ein unterirdisches Rohrsystem in einem Wassertank, der als Latent-Wärmespeicher für Wärmepumpen dient. Die beim Phasenübergang von Wasser zu Eis („Kristallisations-Wärme) entstehende Energie wird gespeichert und kann so genutzt werden, Gebäude je nach Bedarf zu heizen und kühlen. Im Rohrsystem im Speicher zirkuliert eine dafür besonders geeignete Sole-Wasser-Mischung.