Nachdem Marcel Müller am Freitag sein 1000. Profispiel bestritt, stand heute das nächste Krefelder Jubiläum an. DEL2-Topscorer Max Newton machte sein 100. Spiel für die Pinguine.
Nach relativ ereignislosen frühen Minuten setzte der KEV mit dem ersten richtigen Torschuss direkt ein Ausrufezeichen. Auf Zuspiel von Oli Mebus und Mick Köhler, schob Mark Zengerle seinen eigenen Rebound zum 0:1 und zum 150. Krefelder Treffer der laufenden Saison ein (8.). Nur fünf Minuten später baute die Mannschaft von Thomas Popiesch ihre Führung aus. Daniel Bruch störte das Aufbauspiel des Tabellenvierten früh, eroberte die Scheibe und hatte das Auge für Jon Matsumoto, der gewohnt eiskalt blieb und für das 0:2 sorgte (13.).
Im Mitteldrittel bewiesen die Gastgeber dann ihre Stärke. Nicht einmal eine Minute war gespielt, als Filip Reisnecker den Anschlusstreffer erzielte (21.). Kurz darauf fiel dann auch der Ausgleich. Joshua Rust fälschte eine scharfe Hereingabe durch die Beine von Felix Bick ab (29.). Bietigheim in der Folge stark und sogar in Überzahl, die Krefelder konnten dem Druck allerdings standhalten – und bestraften nur kurz darauf mit einem eigenen Powerplay die Nachlässigkeit des Tabellenvierten. Philip Gogulla brachte die Gäste erneut in Führung. Am Treffer beteiligt waren Max Newton und Mathew Santos, der als zweiter Spieler (nach seinem kanadischen Sturmpartner) die 50-Punkte-Marke in dieser Saison knacken konnte. Kurz darauf trafen die Pinguine fast erneut, diesmal konnte Schlussmann Olafr Schmidt das Duell gegen Jon Matsumoto allerdings für sich entscheiden.
Auch das letzte Drittel begann mit einem Paukenschlag. Genau eine Minute war gespielt, als Philip Gogulla einen Schuss von Davis Vandane unhaltbar abfälschte und seinen Doppelpack schnürte (41.). Doch wieder zeigten die Gastgeber Moral. Filip Reisnecker verkürzte erneut, diesmal mit einem absoluten Sonntagsschuss, auf 3:4 (48.). In der Schlussphase warf Bietigheim dann alles nach vorne, die Defensive der Pinguine hielt aber stark dagegen. In der letzten Minute fiel dann die endgültige Entscheidung. Roope Mäkitalo gewann das Bully, Davis Vandane spielte die Scheibe mithilfe der Bande zu Mathew Santos, der ins leere Tor einschob (60.).
Zahlen zum Spiel
Bietigheim Steelers – Krefeld Pinguine (0:2, 2:1, 1:2)
Tore:
0:1 (07:07) Zengerle (Mebus, Köhler), 0:2 (11:15) Matsumoto (Bruch), 1:2 (20:58) Reisnecker (Eckl, Dronia), 2:2 (28:54) Rust (McNeely), 2:3 (38:01) Gogulla (Santos, Newton), 2:4 (41:00) Gogulla (Vandane, Bruch), 3:4 (47:36) Reisnecker (Fischer, Eckl), 3:5 (59:35) Santos (Vandane)
Torschüsse: 23 – 26
Strafen: Bietigheim 4 – Krefeld 6
Zuschauer: 3745
Stimme zum Spiel:
Thomas Popiesch
Es war das schwere Spiel, das wir erwartet haben. Wir haben in den letzten Wochen gesehen, dass Bietigheim sehr stark spielt, und das auch bereits in den ersten beiden Begegnungen gemerkt. Wir sind heute sehr konzentriert ins Spiel gegangen und konnten am Anfang auch unsere Chancen nutzen. Im zweiten Drittel hatten wir dann zu viele Turnover und waren zu weit weg. Da können wir uns bei Bicki bedanken, dass wir da noch mit einem blauen Auge davongekommen sind. Es war wichtig für unser Spiel, dass wir im Powerplay das Tor schießen konnten. Im letzten Drittel hatte jede Mannschaft ihre Momente. Für uns war es unheimlich wichtig, dieses Unterzahlspiel zu überstehen und nicht zuzulassen, dass Bietigheim nochmal Momentum aufbaut. Das haben wir dann gut gemacht. Alles in allem war es die erwartete schwere Aufgabe, aber mit dem PK und mit Bicki im Tor haben wir uns den Sieg hintenraus dann auch verdient.