Der ROWE-BMW M4 GT3 EVO #99 mit Dan Harper und Jordan Pepper folgte auf Platz 2 und der Falken-Porsche 911 GT3 R #44 mit Tim Heinemann und Sven Müller kam auf Rang 3. Die Rivalen bemühten sich besonders in der Startphase, Verstappen diesmal Gegenwehr zu leisten. Zwar hatte er diesmal - anders als bei seinem Debüt - die Pole geschafft, doch in der ersten Stunde hatte es Verstappen überhaupt nicht einfach. Auf der Döttinger Höhe wurde er in der ersten Runde bereits vom Scherer-Audi #16 mit Christopher Haase am Steuer einkassiert. Haase und Verstappen lieferten sich daraufhin eine wilde Hetzjagd.
Das Duo fuhr im ersten Stint fast 20 Sekunden auf den Rest des Feldes heraus. Fast durchwegs mit Audi-Profi Haase in Front. Erst auf den letzten Metern vor dem ersten Boxenstopp konnte sich Verstappen mit einem knallharten Manöver in Tiergarten wieder an Haase vorbeiquetschen. Der Audi verschwand danach aus dem Siegeskampf. Haases jungem Teamkollegen Nico Hantke fehlte die GT3-Erfahrung, um die Pace der erfahrenen Vollprofis an der Spitze mitzugehen. Gemeinsam mit Daniel Juncadella und Jules Gounon überquerte Max Verstappen nach vier Stunden als Erster die Ziellinie – ein Debüt nach Maß, das jedoch ein unerwartetes Nachspiel haben sollte.
Rund zwei Stunden nach der Siegerehrung folgte die Ernüchterung in der technischen Abnahme. Bei der routinemäßigen Auswertung der Tyre-App stellte die Kommission fest, dass das Team sieben statt der erlaubten sechs Reifensätze verwendet hatte. Die logische Konsequenz der Sportkommissare: Disqualifikation. Den Sieg erbten damit ‚Dan Harper‘ und Jordan Pepper im BMW M4 GT3 von ROWE RACING. Für viele der 25.000 begeisterten Zuschauer war es egal, ob ihr Max disqualifiziert wurde oder nicht, er stand für sie als Sieger fest.
Das Duisburger Team Max Kruse Racing hatte sich viel vorgenommen. Man startete mit angepasster Fahrerpaarung und einem weiteren Fahrzeug am 21.03.2026 in die neue Saison. Angetrieben mit dem alternativem Kraftstoff E20 R60 von Teampartner Shell, schickte das Team fünf Fahrzeuge ins Rennen. Der im ikonischen Falken-Design bekannte VW Golf VIII GTI Clubsport 24h (#10), gefahren von Matthias Wasel, Christoph Lenz und Jens Dralle fiel unfallbedingt bereits während des Trainings am Freitag aus.
Im Cockpit des Schwesterfahrzeugs (#76) wechselten sich Johann Kristoffersson, Timo Hochwind und Fabian Vettel ab. Im Training auf Platz 46 fiel der Golf am Samstag im Rennen frühzeitig aus. Der dritte Golf ging als Permit B-Fahrzeug an den Start, Fahrer Simon van Roon und Jonathan Mogotsi kamen im Training auf Rang 95, mussten aber im Rennen den Golf vorzeitig abstellen.
Dazu kamen bei NLS2 gleich zwei GT3-Fahrzeuge bei Max Kruse Racing. Der Audi R8 LMS GT3 Evo II (#75), wurde von Benny Leuchter und den Brüdern Dominik und Marcel Fugel durch die Grüne Hölle pilotiert. Platz 17 im Qualifying, leider nur Rang 29 im Rennen. Mit der Startnummer 19 ging das niederländische Trio mit Tom Coronel, Rudy van Buren und Jan Jaap van Roon an den Start. Resultat Platz 32 im Qualifying und Platz 22 im Rennen. Das Gesamtergebnis vom Lauf 2 war nicht das, was man erwartet hatte. Auch wenn die beiden GT3 in der Klasse AT1 die Plätze 1 und 2 belegten. Am 11. April 2026 geht es weiter mit NLS Lauf 3, Dann werden die Karten neu gemischt.