„Es ist 5 vor 12“ Hilferuf aus der Tierherberge Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort · „Die Uhr für den Tierschutz in Deutschland schlägt fünf vor Zwölf“, beginnt der Hilferuf, der uns von der Tierherberge Kamp-Lintfort erreicht.

Hilferuf aus der Tierherberge Kamp-Lintfort

Hilferuf aus der Tierherberge Kamp-Lintfort

Foto: Tierherberge Kamp-Lintfort

„Alle Menschen, die sich dem Tierschutz verschrieben haben und in diesem arbeiten, tun stets ihr Bestes um den ihnen anvertrauten Tieren die bestmögliche Versorgung und Unterbringung zu bieten. Aber das können wir nicht alllein, wir brauchen dabei Hilfe und Unterstützung, denn Tierschutz ist ein Gemeinschaftsprojekt. Während die Anfragen für Abgabetiere und die Anzahl der Fundtiere (die nicht wieder abgeholt werden) konstant ansteigen, steigen parallel alle Kosten, die eine artgerechte Unterbringung erst ermöglichen, ebenfalls exorbitant“, schildert die Tierheimleiterin Beate Mühlenberg die derzeitige Situation.

Wie jede Privatperson sind auch Tierheime davon betroffen, diese erheblichen Mehrkosten irgendwie zu tragen, zum Beispiel steigende Strom- und Heizkosten, Futter und Tierzubehör, die neue GoT für Tierärzte, der Unterhalt für die benötigten Tierschutzfahrzeuge sowie die Benzinpreise. Während jeder genug damit zu tun habe, sich selbst über Wasser zu halten, stünden die Tierheime vor einem riesen Fragezeichen: Wie soll es weiter gehen? „Denn wir produzieren nichts, wir vermarkten kein Produkt, dessen Herstellung einfach gestoppt werden kann und das es dann nicht mehr gibt. Wir versorgen Lebewesen, die ohne uns kein Zuhause, keine tierärztliche Versorgung, kein Futter und letzten Endes keine Chance auf Leben haben. Denn was passiert, wenn ein Tierheim die Kosten nicht mehr tragen kann? Es muss schließen! Es wird niemand einspringen und die Kosten übernehmen, bis es wieder besser geht. Mehr Abgabetiere, mehr Fundtiere, mehr beschlagnahmte Tiere, aber keine Tierheime mehr“, so Mühlenberg und bittet um Unterstützung: „Mehr als jemals zuvor sind wir deshalb auf eure Unterstützung angewiesen, um unsere Arbeit für den Tierschutz weiter machen zu können. Denn schaut doch einmal zurück und seht was wir, dank eurer Unterstützung und Spenden, in den letzten Jahren geschafft haben und stemmen konnten. Um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen, die auch uns besonders im Kopf geblieben sind : Cookie & Muffin - die zwei völlig verwahrlosten King Charles Spaniel, die auf der Müllkippe ausgesetzt wurden; 103 Malteser & Co. - von gesamt 270 verwahrlosten Hunden, die bei einer Vermehrerin sichergestellt wurden; 29 von 136 beschlagnahmten Hunden aus der Eifel, überwiegend Hunde großer Rassen, auch bei einer Vermehrerin rausgeholt; Donut, der Kangal, der mehrmals von der Polizei auf der A40 eingesammelt werden musste, weil seine Beitzer sich nicht für ihn interessierten; Yumi, der kleine Shiba Inu, der mit abgehackten Pfoten ausgesetzt wurde; Marlon, der alt und krank vom eigenen Besitzer als Fundhund abgegeben wurde; die vielen verwilderten Hauskatzen, die zu uns gebracht werden; Didi, das kleine Mastferkel das in einer Plastiktüte auf einen Dicounter Parkplatz "entsorgt" wurde; Quincy & Laney, sowie Grace, die Pferde, die als Beschlagnahmung kurz vor dem Hungertod zu uns kamen, weil ihre Besitzer ihnen einfach nichts mehr zu fressen gaben und sie zum sterben zurück ließen.Und noch so viele mehr. Wie hätten wir all diese Aufgaben und Projekte stemmen können, wenn wir euch nicht gehabt hätten? Nicht zuletzt durch eure tatkräftige Unterstützung, sei es durch Sachspenden, wie Futter, Decken, Körbchen etc.,

sowie Dienstleistungen wie das Scheren der Hunde, Tierarztfahrten oder Hilfe bei den Reinigungsarbeiten. Aber natürlich auch, und da brauchen wir uns nichts vormachen, durch eure Geldspenden, denn nichts geht ohne Geld. Wir möchten gerne allen Tieren irgendwie helfen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Jedes Einzelschicksal trifft uns und macht uns traurig, umso schlimmer ist es nun, dass wir immer weniger Möglichkeiten haben, Hilfe anzubieten. Wir brauchen Hilfe um zu helfen, denn das Ende dieser Geschichte darf nicht sein, dass wir unsere Arbeit einstellen und Menschen in gesundheitlicher oder finanzieller Not gezwungen werden, ihre Tiere auf die Straße zu setzen. Bitte helft uns dabei, alles daran zu setzen, dass auch in der Zukunft weiterhin verhindern zu können und diesen Tieren in Not eine sichere Bleibe bieten zu können. So wie wir es in den vergangenen 20 Jahren gemacht haben!“

Wie kann man helfen ?
Spenden:
Kennwort Tierherberge oder Gnadenhof
Commerzbank IBAN DE04 3108 0015 0885 0835 01
BIC DRESDEFF310
oder per
PayPal verwaltung@bund-deutscher-tierfreunde.de
Für Alternativen, wie Futterspenden/ Heu und Stroh etc. bitte direkt in der Tierherberge oder auf dem Gnadenhof melden.

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