Die Zahl der Menschen, die in Deutschland eine gesetzliche Betreuung benötigen, steigt stetig an. Aktuelle Schätzungen gehen von rund 1,3 Millionen Betroffenen bundesweit aus. Zwar sichert die rechtliche Betreuung die Beantragung von Leistungen wie Bürgergeld, Grundsicherung oder Wohngeld ab, doch die Praxis zeigt: Das soziale Netz hat Lücken.
„Wir erleben immer wieder akute Notlagen, in denen die systematischen Leistungen nicht ausreichen oder schlicht zu langsam fließen“, erklärt Marcus Guttmacher-Jendges einer der frisch gewählten Vorstände und Initiator von BENI. „Genau hier setzen wir an. Wir wollen keine bürokratischen Hürden aufbauen, sondern dort helfen, wo eine unkonventionelle Lösung den Unterschied macht.“
Selbstbestimmung und Lebensqualität im Fokus
Der Fokus von BENI liegt auf der kurzfristigen Beseitigung von Notlagen. Es geht nicht um dauerhafte Zahlungen, sondern um den Einzelfall: Das fehlende Busticket, eine unvorhergesehene Nachzahlung oder andere Hindernisse, die die Lebensqualität und Selbstbestimmung der betreuten Personen massiv einschränken.
Ein starkes Signal für die Region
Mit der Gründung von BENI schließt sich eine Versorgungslücke am linken Niederrhein. Der Verein versteht sich als Ergänzung zum bestehenden Hilfssystem und möchte durch ehrenamtliches Engagement und Spenden die Lebenssituation der Betroffenen spürbar verbessern.
Der Verein lädt nun Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen der Region ein, die Arbeit von BENI zu unterstützen – sei es durch eine Mitgliedschaft oder durch Spenden für den Hilfsfonds.
„Jeder Mensch verdient ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben. Mit BENI geben wir denjenigen eine Stimme und eine helfende Hand, die im Dschungel der Bürokratie keine Chance auf eine schnelle Lösung haben“, so das Fazit von Matthias Mahlke, Vorstand von BENI.
Über den Verein (in Gründung): BENI - Hilfe für rechtliche Betreute am Niederrhein ist ein neu gegründeter Verein am linken Niederrhein, der sich für die Belange von Menschen unter rechtlicher Betreuung einsetzt. Der Schwerpunkt liegt auf der unbürokratischen Einzelfallhilfe in akuten sozialen Notlagen.