Jugend forscht Siegerteams aus dem Kreis

Kreis Viersen · Die Unternehmerschaft Niederrhein hat den 31. Regionalwettbewerb Niederrhein von Jugend forscht im Krefelder Seidenweberhaus und dem Theater ausgerichtet. Insgesamt haben bei den 15- bis 21-Jährigen sieben Teams Regionalsiege geholt. In der Juniorsparte von Jugend forscht (bis 14 Jahre) waren es neun erste Plätze. Darunter waren auch Jungforscher aus dem Kreis Viersen.

Mit „Das Moor - Klimakiller und Klimaretter zugleich“ haben Emil Göhring und Benno Reddemann von der Gesamtschule Brüggen den ersten Platz in Geo- und Raumwissenschaften gemacht.

Foto: Dirk Jochmann

So haben Emil Göhring (12) und Benno Reddemann (11) von der Gesamtschule Brüggen in der Sparte Jugend forscht junior einen ersten Platz im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften geholt. Im Rahmen ihres Projektes „Das Moor - Klimakiller und Klimaretter zugleich“ hatten sie untersucht, wie CO2 als Treibhausgas zum Klimawandel beiträgt und wie man dies mit einfachen Mitteln anschaulich zeigen kann. Außerdem beschäftigten sie sich damit, wie überschüssiges CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden könnte und setzten ihre Ergebnisse im Rahmen eines Films um.

Sophie Unger (13) und Elisabeth Salditt (13) von der Liebfrauenschule Mühlhausen in Grefrath hatten untersucht, wie sich Mikroplastik in Gewässerproben nachweisen lässt. Ziel war es, die Verbreitung von Mikroplastik in der Umwelt besser zu verstehen. Für ihre Projektarbeit „Chromathographischer Nachweis auf Mikroplastik in Gewässern“ durften sie sich über einen Regionalsieg im Fachgebiet Chemie freuen.

Im Fachgebiet Technik ist zudem ein Regionalsieg an Till Paulessen (14) von der Johannes-Kepler-Realschule in Viersen gegangen. Unter dem Titel „Smart Guard gegen Marder“ hatte er ein intelligentes System entwickelt, das Marder vom Auto fernhält, ohne ihnen zu schaden. Das System nutzt einen Arduino und mehrere Sensoren: Erkennt der Bewegungsmelder ein Tier, wird Wasser versprüht, um es zu vertreiben. So bleiben Auto und Tier unversehrt – eine smarte und tierfreundliche Lösung für ein häufiges Winterproblem.

Mit ihren Arbeiten sind die Schüler unter insgesamt 148 Projekten herausgestochen. Beteiligt hatten sich rund 300 Kinder und Jugendliche aus den Kreisen Kleve, Wesel, Heinsberg, Viersen, dem Rhein-Kreis Neuss sowie aus Mönchengladbach und Krefeld. Zudem war eine Arbeit aus Bad Münstereifel organisatorisch an den Niederrhein verschoben worden.

„Ich bin begeistert, wie die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen das diesjährige Wettbewerbsmotto Maximale Perspektive umgesetzt haben: Sie haben sich getraut, mutig zu denken, Perspektiven zu wechseln, Grenzen zu hinterfragen und innovative Ansätze für die Zukunft zu entwickeln“, so Dr. Ralf Wimmer. Als Wettbewerbspate von Jugend forscht hat sich der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Niederrhein genau das von den Jungforschern gewünscht. „Solche Talente sind insbesondere für die Wirtschaft am linken Niederrhein unverzichtbar.“

Auch Wettbewerbsleiter Dr. Thomas Zöllner freut sich über die qualitativ hochwertigen Projektarbeiten und wünscht den Regionalsiegerteams viel Glück. „Sicher haben unsere Teilnehmenden gute Chancen bei den Landeswettbewerben.“

Der Landeswettbewerb in der Sparte Jugend forscht findet vom 17. bis 19. März an der Ruhr-Universität Bochum statt. Die Landesausscheidung der Juniorsparte des Wettbewerbs läuft am 9. Mai bei der Westenergie AG in Essen.