Die Stadt Moers setzt das Programm im Auftrag des Kreises um. Ziel ist es, Rechtsextremismus, Rassismus und andere Formen struktureller Diskriminierung präventiv aufzufangen sowie demokratische Strukturen nachhaltig zu stärken. „Besonders spannende finde ich die Vernetzungsarbeit und den Austausch mit Kommunen, Bildungsakteurinnen und -akteuren, Zivilgesellschaft sowie verschiedenen Fach- und Beratungsstellen“, erklärt die 31-jährige Sozialwissenschaftlerin. Sie hat einen Masterabschluss in ‚Intercultural Communication and European Studies‘ sowie einen Bachelorabschluss in ‚Gender and Diversity‘. Miriam Deppenkemper bringt zudem fachliche Expertise in den Bereichen Antidiskriminierung sowie Kommunikations-, Kultur- und Demokratietheorien in ihre neue Aufgabe ein. „Da Demokratieförderung und Präventitionsarbeit gesamtgesellschaftliche Aufgaben sind, interessiert mich besonders der Austausch über unterschiedliche Erfahrungen und Ansätze hier vor Ort.“
3D-Multiplikator:innen sollen Bereiche verzahnen
Passend zur Neubesetzung der Stelle gab es Ende letzten Jahres die Zusage, das Projekt weiter zu fördern „In der zweijährigen Förderphase ist auch das Fortbildungsformat ‚3D-Multiplikator:innen‘ geplant, berichtet Diana Finkele, Leiterin des Eigenbetriebs Bildung (Foto: pst, l.). Dort ist die Fachstelle für Demokratie angesiedelt. „Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte, außerschulische pädagogische Fachkräfte und Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene der Interessenvertretungen von Kindern und Jugendlichen. Sie dient dazu, die Grundlagen zu schaffen für eine demokratische und diskriminierungskritische Schulentwicklung durch die Verzahnung von schulischem Lernen und außerschulischem Engagement mit dem Ziel, Projektpartnerschaften zwischen schulischen und außerschulischen Lernorten zu initiieren“, so Finkele weiter.
Vielzahl von Bewerbungen für Leitungsstelle
Vor wenigen Tagen gab es auch die Zusage zur Weiterförderung über das Bundesprogramm ‚Demokratie leben!‘ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Dies bietet uns die großartige Möglichkeit, an den Projekten der Vorjahre anzuknüpfen. Zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen an der Partnerschaft für Demokratie wird ein Jugendforum weiterentwickelt sowie ein Jugendfonds für selbstkonzipierte Projekte bereitgestellt“, berichtet Finkele. Auch der Jugendkongress kann wieder unterstützt werden. Er wird vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Moers, der Fachstelle für Demokratie, dem Bollwerk 107, der vhs Moers-Kamp-Lintfort und dem Jungen Schlosstheater Moers organsiert. Zudem können die Ergebnisse des Bürger:innenrats zum Thema ‚Zukunft der Beteiligung in Moers‘ durch die Förderung weiterentwickelt werden. Diana Finkele freut sich, dass wie in den vergangenen Förderphasen das Bollwerk e.V. wieder als Projektpartner gewonnen konnte und durch den Förderbescheid dort eine externe Koordinierungsstelle des Bundesprogramms angesiedelt werden kann. Das sind sehr gute Voraussetzungen für die neue Leitung der Fachstelle für Demokratie: Auf die Stelle hatte sich eine Vielzahl sehr qualifizierter Menschen beworben. „Wir freuen uns, wenn wir hoffentlich bald mit einer oder einem hoch motivierten Demokratiebeauftragten hier in Moers die beiden Förderprogramm weiterführen können“, so Finkele abschließend.
Bei Fragen oder Kooperationsideen im Rahmen des Landesprogramms NRWeltoffen ist Miriam Deppenkemper telefonisch unter 0 28 41 / 201-6 82 29 oder per Mail an [email protected] zu erreichen.