Zwar ist der Falter an sich harmlos, doch seine Raupen tragen Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten der Menschen allergische Reaktionen durch Nesselgift hervorrufen können. Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt sonnige Standorte, einzeln stehende Bäume und lichte Wälder. Wie der Name sagt, finden sich die Raupen des Eichenprozessionsspinners hauptsächlich an Eichen.
Wie bereits im vergangenen Jahr müssen auch in diesem Jahr Gegenmaßnahmen zur Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners getroffen werden, teilt die Stadt Kamp-Lintfort mit.
So werden ab dem 27. April die besonders gefährdeten Bereiche innerhalb des Stadtgebiets von Kamp-Lintfort mit einem biologischen Spritzmittel behandelt. Der zum Einsatz kommende Wirkstoff ist für den Menschen sowie für Wild- und Haustiere ungefährlich. Der Wirkstoff wird von dem Eichenprozessionsspinner über den Blattfraß aufgenommen und löst dabei einen Fraß-Stopp aus, was zum Absterben der Schädlinge führt.
Diese Mittel werden mithilfe eines Turbinenspritzverfahrens in die Eichenkronen gesprüht. Während der Behandlung müssen einzelne Straßenabschnitte, Schulhöfe, Spielplätze, Kindergärten sowie Teilbereiche des Friedhofs Dachsberg kurzfristig für die Dauer der Maßnahme gesperrt werden.
Die Stadt Kamp-Lintfort startet voraussichtlich in den nächsten Tagen mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Für eine erfolgreiche Bekämpfung ist das Wetter von entscheidender Bedeutung. Daher beeinflussen Temperatur, Windgeschwindigkeiten und Niederschlagswahrscheinlichkeit den Ausbringungszeitraum.
„Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger die Bereiche, in denen die Maßnahmen an Einzelbäumen durchgeführt werden, während der Behandlung zu meiden. Wir hoffen auf Ihr Verständnis“, so die Stadt.
Als weitere Maßnahme werden die natürlichen Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners wie Fledermäuse und diverse Vogelarten gefördert, um langfristig die Maßnahmen reduzieren zu können. Insbesondere hat sich in den letzten Jahren die Gruppe der „Vogelfreunde Waldfriedhof Dachsberg“ die Förderung der Artenvielfalt von Vögeln und Fledermäusen auf dem Waldfriedhof Dachsberg zur Aufgabe gemacht.