Niederrhein Banker schleifen Hütten

Duisburg/Kamp-Lintfort · Social Day: Statt am Arbeitsplatz packen Mitarbeiter (m/w/d) in einer sozialen Einrichtung an und verrichten nötige Arbeiten, die diese Einrichtung kaum bezahlen könnte. Wie jetzt bei den Hoerstgener Eisvögeln, den Pfadfindern der Freien evangelischen Gemeinde.

Social Day bei den Hoerstgener Eisvögeln

Foto: tw

Social Day: Statt am Arbeitsplatz packen Mitarbeiter (m/w/d) in einer sozialen Einrichtung an und verrichten nötige Arbeiten, die diese Einrichtung kaum bezahlen könnte. Wie jetzt bei den Hoerstgener Eisvögeln, den Pfadfindern der Freien evangelischen Gemeinde. Sechs Mitarbeiter der Sparkasse Duisburg waren in der Mittagspause angerückt, um die zweite Hälfte des Arbeitstages hauptsächlich mit Schleifmaschinen und -papier zu verbringen. Damit rückten sie den beiden Holzhütten zu Leibe, in denen die gut 60 Eisvögel vom Wölfling bis zum Rover freitags bei schlechtem Wetter ihre Gruppenstunden verbringen. Möglicherweise haben sie es auch noch zu Grundierung und einem ersten Anstrich geschafft, in 14 Tagen rückt aber jedenfalls ein weiterer Mitarbeiter-Sozialtross für den finalen Anstrich an. Das nötige Arbeitsmaterial hat übrigens die Freie evangelische Gemeinde selbst angeschafft, aber Lina Mayboom vom Personalmanagement deutete an, dass man auch darüber mit der Sparkasse reden könne. Für Kamp-Lintforts Bürgermeister Christoph Landscheidt war aber schon die geschenkte Arbeitskraft Grund genug, persönlich danke zu sagen: „Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Sparkasse Duisburg uns hilft.“ Dem Dank schloss sich Pastor Joachim Lang an. Die Hoerstgener Eisvögel hätten schon viel Eigenarbeit in Feuerstelle, Jurte und die Klettereiche auf dem Gelände gesteckt. „Für viel mehr bleibt dann keine Zeit mehr. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass durch den Social Day Arbeiten angegangen werden können, für die uns die Kapazitäten fehlen.“ Beworben hatten sich die Eisvögel übrigens bei der Freiwilligenagentur „Kaliaktiv“, die das Anliegen dann der Sparkasse Duisburg angetragen hat, wo es das Projekt dann an den entsprechenden Aushang geschafft hat und mit fünf Duisburger Kitas um Halbtagsfreiwillige konkurrierte.