Das Besondere daran: Die Speziallaufbahn, die das Laufen mit professionellen Spikeschuhen erst möglich macht, wurde von den Stadtwerken Kamp-Lintfort gespendet.
Hügelläufe gehören im modernen Sprint- und Hürdentraining zu den effektivsten, aber auch härtesten Methoden, um die spezifische Kraftausdauer und die Schrittfrequenz zu verbessern. Bislang fehlte auf der Anlage jedoch der passende Untergrund, um diesen Hügel auch mit Spikes verletzungsfrei und unter Wettkampfbedingungen zu belaufen.
„Für uns als lokaler Energieversorger war es eine Herzensangelegenheit, hier unter die Arme zu greifen“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Rattmann bei der feierlichen Eröffnung. „Sportförderung bedeutet für uns, den Menschen in der Region die Energie zurückzugeben, die sie täglich einbringen.
Wie wichtig diese neue Anlage für den Spitzensport in der Region ist, zeigte sich schon bei der Einweihung. Die amtierende Deutsche Hochschulmeisterin und U20-Meisterin über die Hürden, Samita Schatz, ließ es sich nicht nehmen, die Bahn als Erste offiziell zu testen. Die Top-Athletin absolviert ein- bis zweimal pro Woche ihre Trainingseinheiten auf der hiesigen Anlage, um unter den Augen von Hürdentrainer Hannes Hücklekemkes an ihrer Technik und Schnelligkeit zu feilen.
„Der Hügel ist eine absolute Bereicherung für das Training“, zeigt sich Samita Schatz nach den ersten Test-Sprints sichtlich begeistert. „Gerade im Hürdensprint kommt es auf die explosive Kraft in den ersten Schritten an. Mit Spikes auf diesem Hügel trainieren zu können, gibt uns im Hinblick auf die kommenden Meisterschaften einen echten Heimvorteil. Ein großes Danke an die Stadtwerke!“
Auch Trainer Hannes Hücklekemkes spart nicht mit Lob für das Gemeinschaftsprojekt: „Im Hürden- und Sprintbereich entscheiden oft Hundertstelsekunden. Um ganz vorne mitzulaufen, benötigen wir professionelle Trainingsbedingungen. Die Kooperation mit den Stadtwerken zeigt, was möglich ist, wenn Wirtschaft und Sport vor Ort Hand in Hand arbeiten. Der ‚Energieberg‘ wird ab heute fester Bestandteil unserer Trainingspläne.“
Nach dem offiziellen Teil und der Taufe des Hügels durfte direkt im Anschluss auch der Vereinsnachwuchs die neue Bahn stürmen.