Dort lernten die Jugendlichen persönliche Geschichten von jüdischen Menschen kennen, die die Zeit des Nationalsozialismus überlebt haben. Besonders beeindruckend war die Möglichkeit, mithilfe moderner Technologie mit dem Hologramm der Zeitzeugin Inge Auerbacher zu sprechen. Diese besondere Form der Begegnung machte Geschichte auf eine ganz neue Weise erlebbar und hinterließ bei vielen einen nachhaltigen Eindruck. Die Ausstellung bewahrt die Erfahrungen von Holocaust-Überlebenden durch KI-gestützte Hologramme und ermöglicht so auch zukünftigen Generationen einen direkten Zugang zu ihren Geschichten.
Während ihrer Klassenfahrt nach Schloss Dankern im Juli vertieften die Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse zu den dramatischen Geschehnissen im Nationalsozialismus und besuchten die Gedenkstätte Esterwegen in Niedersachsen. Sie ist ein europäischer Gedenkort, der an die 15 Emslandlager und ihre Opfer erinnert. Diese Lager hatten unterschiedliche Funktionen. Sie dienten als Konzentrations-, Strafgefangenen- und Kriegsgefangenenlager.
Sehr anschaulich erfuhren die Jugendlichen, wie mit der Gedenkstätte Esterwegen ein Zeichen gegen Diktatur, Gewaltpolitik und Terror, gegen Nationalismus und Rassismus gesetzt wird.
In Workshops arbeiteten sie mit Biografiemappen, die sie anhand der Informationen aus der Ausstellung eigenständig erstellten. Durch die intensive Beschäftigung mit der Biografie eines Inhaftierten gelang ein besonders einfühlsames Nacherleben dessen Schicksals. Der Leitspruch des Lagers Esterwegen „Toleranz bedeutet Schwäche“ wurde anhand der Biografien eindrucksvoll und beängstigend bestätigt.
„Aufstehen für Demokratie. Gegen Ausgrenzung und Hetze“, so lautet heute das Banner am Eingang. „Der Besuch der Gedenkstätte kann sicherlich dazu beitragen, den Jugendlichen die wichtige Botschaft dieses Spruchs zu vermitteln“, so die Lehrkräfte.