Parallel dazu startet die Wirtschaftsförderung die Vermarktung der Flächen. Insgesamt stehen rund 81.500 Quadratmeter Gewerbefläche zur Verfügung, die flexibel in unterschiedlich große Grundstücke parzelliert werden können.
Mit dem neuen Gewerbegebiet schafft die Stadt dringend benötigte Flächen für Unternehmen. Da in der Region derzeit nur wenige klassische Gewerbeflächen verfügbar sind, soll das Angebot vorrangig der Ansiedlung klein- und mittelständischer Unternehmen sowie Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben dienen.
Für die Vergabe der Grundstücke setzt die Stadt auf ein transparentes, standardisiertes und digitales Auswahlverfahren. Interessierte Unternehmen können den Ansiedlungsfragebogen zeit- und ortsunabhängig über die städtische Homepage ausfüllen und erforderliche Unterlagen bequem digital hochladen.
Zu den wichtigsten Bewertungskriterien zählen insbesondere die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Bonität und Gewerbesteueraufkommen) sowie die Arbeitsplatzrelevanz des geplanten Vorhabens. Die Bewerbungen werden anhand einer Gesamtbewertung geprüft und anschließend den politischen Gremien der Stadt zur Entscheidung über die Grundstücksvergabe vorgelegt. Der Verkaufspreis beträgt 98 Euro pro Quadratmeter.
Alle relevanten Informationen – darunter Bebauungsplan, Vermarktungsbedingungen und Bewerbungsunterlagen – werden auf der Homepage der Stadt unter folgendem Link veröffentlicht.
https://www.kamp-lintfort.de/bauen-wirtschaft/wirtschaftsfoerderung/gewerbegebiet-nord-kamperbruch
Bewerbungen sind ab sofort möglich. Die erste Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2026. Bis dahin sind der vollständig ausgefüllte Ansiedlungsfragebogen sowie die erforderlichen Anlagen, wie eine Wirtschaftsauskunft, die letzten drei Gewerbesteuerbescheide und gegebenenfalls weitere Unterlagen (z. B. eine Bebauungsskizze), einzureichen.
Nach einer ersten Prüfung und Bewertung der Unterlagen durch die Wirtschaftsförderung sowie einer grundsätzlichen Abstimmung mit Bauordnung und Stadtplanung erhalten geeignete Bewerber die Möglichkeit, im Rahmen einer Reservierungsphase eine qualifizierte Architektenskizze, eine darauf basierende Kostenschätzung sowie eine Finanzierungsbestätigung für das Gesamtvorhaben vorzulegen. Anschließend sollen ab Sommer 2027 die erforderlichen Verkaufsbeschlüsse in den politischen Gremien gefasst werden.
Bürgermeister Prof. Dr. Landscheidt betont: „Mit dem neuen Gewerbegebiet schaffen wir attraktive Entwicklungsperspektiven für Unternehmen und stärken gleichzeitig unseren Wirtschaftsstandort nachhaltig. Uns ist wichtig, dass die Grundstücke transparent, nachvollziehbar und nach klaren Kriterien vergeben werden. Wir setzen dabei bewusst auf Unternehmen, die wirtschaftlich solide aufgestellt sind, langfristig investieren und hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Mit dem digitalen Bewerbungsverfahren gestalten wir den gesamten Prozess zudem modern, effizient und für alle Interessenten gleichermaßen transparent.“