Sie dankte den Ehrenamtlern des THW-Ortsverbands Moers persönlich für ihren außergewöhnlichen Einsatz und ließ sich von den Erlebnissen vor Ort berichten. Nur einen Tag vor der Alarmierung hatten beide noch an einer geplanten Übung teilgenommen. Bereits am nächsten Morgen wurde aus der Vorbereitung Realität: Als Mitglieder der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) machten sie sich mit insgesamt 48 Einsatzkräften auf den Weg nach Venezuela. Dort suchten sie nach dem schweren Erdbeben unter schwierigsten Bedingungen nach Überlebenden. Die Bilder vor Ort seien kaum in Worte zu fassen gewesen, berichtete Einsatzleiter Timo Eilhardt. Ganze Hotel- und Wohnkomplexe seien in sich zusammengestürzt, viele Gebäude mehrere Meter tief in ihre Tiefgaragen abgesackt. Das zweite schwere Erdbeben habe die Trümmer zusätzlich verdichtet und die Rettungsarbeiten erheblich erschwert.
Verschüttete Person nach 15 Stunden nicht gefundenBesonders bewegend war für die beiden Ehrenamtler die 15-stündige Suche nach einer verschütteten Person. Zunächst hatten Helfer Klopfgeräusche aus den Trümmern wahrgenommen. Gemeinsam mit Suchhunden und Ortungstechnik versuchte das Team, den Menschen zu erreichen. Als schließlich keine Lebenszeichen mehr festzustellen waren, musste der Einsatz abgebrochen werden. Auch diese Momente gehörten zur Aufgabe der Einsatzkräfte, berichteten Eilhardt und Meyer. Bürgermeisterin Julia Zupancic würdigte den Einsatz der beiden Moerser: „Sie haben unter extremen Bedingungen Verantwortung übernommen und Menschen in größter Not geholfen. Dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement verdient unseren größten Respekt und unseren herzlichen Dank.“ Für Timo Eilhardt ist die Motivation trotz der belastenden Erfahrungen ungebrochen: „Wir machen das auch gerne. Aber es gibt halt nicht viele, die das gerne machen.“