Kamp-Lintfort Interaktiver Präventionsparcours: „Echt Krass“

Kamp-Lintfort · Noch bis zum 18. Juni macht „Echt Krass“, die erste Wanderausstellung im deutschsprachigen Raum zur Prävention von sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen, Halt in Kamp-Lintfort.

Birgit Hüskes-Kathagen (AWO), Sandra Schulz (Amtsleitung Jugendamt), Dr. Christoph Müllmann (Dezernent) und Schüler der Europaschule bei der Eröffnung der Wanderausstellung „Echt krass“

Foto: Stadt Kamp-Lintfort

Die Ausstellung ist in der Europaschule in Kamp-Lintfort aufgebaut. Alle weiterführenden Schulen in Kamp-Lintfort werden mit den 8. und 9. Klassen die Ausstellung besuchen.

„Das positive Konzept und die interaktive und alle Sinne ansprechende Gestaltung bietet Mädchen und Jungen die Möglichkeit, sich mit diesem wichtigen Thema mal auf eine andere Art und Weise auseinanderzusetzen“, so Doris Heinen, Kinderschutzkoordinatorin der Stadt Kamp-Lintfort und Organisatorin der Ausstellung.

Die Ausstellung wurde am 1. Juni von dem Dezernenten Dr. Christoph Müllmann in der Europaschule eröffnet. Interessierte Eltern, Fachberatungsstellen, Pädagog*innen sind herzlich eingeladen, sich ein eigenes Bild von dieser beeindruckenden Ausstellung zu machen.

„ECHT Krass“ wurde vom Kieler PETZE-Institut für Gewaltprävention entwickelt. Die Ausstellung ist seit Herbst 2011 auf Tour in Deutschland und praktisch immer ausgebucht. Während die Ausstellung „Mein Körper gehört mir“ für Grundschulen regelmäßig alle zwei Jahre für Kamp-Lintfort gebucht werden kann, ist die Buchung der „ECHT Krass“ Ausstellung nur über ein Auslosungsverfahren gelungen „Dies zeigt, wie aktuell das Thema gerade ist“, so Heinen.

Alle Kosten der Ausstellung werden, wie auch bei „Mein Körper gehört mir“, vom Jugendamt der Stadt Kamp-Lintfort übernommen. Die Organisation erfolgt gemeinsam mit Frau Hüskes-Kathagen von der Beratungsstelle für Schwangerschaft und Sexualität von der AWO.

Am 11. Juni um 19 Uhr findet ergänzend ein Elternabend zum Thema „Stärkung der Kinder und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt und Suchtgefahren“, organisiert von der AWO-Beratungsstelle und der Drogenberatungsstelle der Grafschafter Diakonie in der Europaschule, statt. Interessierte Eltern sind herzlich eingeladen.

Ergänzend wird Kriminalhauptkommissarin Sandra Epping am 1. Juli um 19 Uhr zum Thema „Cybergrooming“ berichten. Auch hier sind interessierte Eltern herzlich eingeladen.