Zeichen der Solidarität mit der Ukraine Schweigemarsch in Waldhausen

Waldhausen · Der Krieg in der Ukraine sorgt weltweit für Fassungslosigkeit. Der Vorstand der Bruderschaft St. Sebastianus und St. Vitus, Obergeburth Waldhausen  um ihren Präsidenten Dirk Meisen war bei seinen Beratungen übereingekommen, im Stadtteil aktiv zu werden. So lud die Bruderschaft am vergangenen Sonntag die Waldhausener ein, ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu demonstrieren.

 Schweigemarsch durch Waldhausen auf der Nicodemstraße/ Roermonder Straße. Rund 70 Bürger*innen liefen mit, unter anderem der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings (Mitte).

Schweigemarsch durch Waldhausen auf der Nicodemstraße/ Roermonder Straße. Rund 70 Bürger*innen liefen mit, unter anderem der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings (Mitte).

Foto: Bruderschaft Waldhausen

Die Resonanz zeigt, wie groß in diesen Zeiten das Bedürfnis ist, zusammenzukommen. Annähernd 70 Bürgerinnen und Bürger fanden sich am Ehrenmal der Bruderschaft St. Sebastianus und St. Vitus, Obergeburth Waldhausen e.V. an der Nicodemstraße ein. Von dort aus zogen die Teilnehmer durch Waldhausen bis zur Brandtskapelle. Ein Friedensgebet bildete den Abschluss der Kundgebung, an dessen Gestaltung der Präses der Bruderschaft Horst Straßburger, der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings und der Waldhausener Ratsherr Bernhard Stein mitwirkten.

 Der Vertreter des Stadtteils Waldhausen im Rat der Stadt Mönchengladbach, Bernhard Stein, betonte in seinen einleitenden Worten die Bedeutung einer solchen Versammlung und die Kraft des Gebetes: „Es ist und bleibt unsere gemeinsame Überzeugung, für Freiheit und Demokratie einzutreten. Wenn aus einem Atombunker unter dem Kreml für machtpolitische Ziele Witwen und Waisen billigend in Kauf genommen werden, dann haben wir das Recht – und vielleicht sogar die Pflicht – dagegen aufzustehen.“ Der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings beleuchtete die politische Dimension des Ukraine-Konfliktes: „Der von Wladimir Putin angeordnete Angriffskrieg richtet sich eben nicht nur gegen die Ukraine. Wir werden unsere Komfortzone verlassen müssen, wenn wir Frieden uns Freiheit erhalten wollen.“ Dennoch dürfe, so Krings, der Traum und auch das politische Ziel einer friedlichen Welt niemals aufgegeben werden: „Das Gebet für den Frieden darf nicht verstummen.“ Der Präses der Bruderschaft, Horst Straßburger, wählte das Bibelwort „Schwerter zu Pflugscharen“ als Einstieg in das Friedensgebiet und thematisierte Ohnmacht und Wut angesichts der Geschehnisse in der Ukraine.

 Der Präsident der Bruderschaft St. Sebastianus und St. Vitus, Obergeburth Waldhausen e.V., Dirk Meisen, blickt auf das Friedensgebet zurück: „Wir wollten auch bei uns in Waldhausen ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der Ukraine setzen. Wir wollten uns versammeln und durch unseren Stadtteil ziehen, um unserer Forderung nach einem Ende des Krieges und der menschenverachtenden Gewalt Ausdruck zu verleihen. Das ist uns gelungen.“ Dirk Meisen freut sich über die Resonanz aus der Bevölkerung und die Zusammenarbeit im Stadtteil: „Wir danken den Steyler Missionarinnen und der Stiftung Volksverein, dass wir in der Brandtskapelle zu Gast sein durften. So hatten wir einen würdigen Rahmen für unser Friedensgebet.“