Niersverband setzt Gewässerrenaturierung im Bresgespark um Niers erobert ihr Flussbett

Rheydt · Der Niersverband hat im Bresgespark mit der großen Gewässerumgestaltung der Niers über gut 3,7 Kilometer ein wegweisendes Projekt weitestgehend umgesetzt. Jetzt wurde offiziell der erste Teil des neuen Niers-Flussbetts geöffnet. Mit einem symbolischen Akt haben die Niersverbandsvorständin Sabine Brinkmann, Oberbürgermeister Felix Heinrichs sowie Stadtdirektor Dr. Gregor Bonin die Niers in ihren neuen Gewässerlauf fließen lassen.

 Die Niers erobert ihr neues Flussbett. Von links: Dr. Gregor Bonin, Sabine Brinkmann und Felix  Heinrichs an der Öffnungsstelle.

Die Niers erobert ihr neues Flussbett. Von links: Dr. Gregor Bonin, Sabine Brinkmann und Felix Heinrichs an der Öffnungsstelle.

Foto: Martin Hochbruck / Niersverband/Martin Hochbruck

Vor Ort an der Niers begrüßte Sabine Brinkmann die Anwesenden und sagte: „Dies ist ein sehr wichtiger Tag für die Niers und den Niersverband. Wir freuen uns, dass das ehrgeizige und große Projekt erfolgreich in seine Endphase kommt und wir heute einen großen Schritt in Richtung einer guten ökologischen Entwicklung der Niers machen können.“ Intakte Gewässer und natürliche Lebensräume seien heute von unschätzbarem Wert. Mit der Umgestaltung der Niers und dem Bau von Niersauen in einer Größe von cirka 13 Fußballfeldern mitten im städtischen Raum erreiche der Niersverband mehrere Ziele: „Wir verbessern den Hochwasserschutz vor Ort (das Rückhaltevolumen hier wird zukünftig 76 000 Kubikmeter zusätzlich umfassen) und machen mit dieser großen Umgestaltung einen wichtigen Schritt zur Förderung der Biodiversität und zur Schaffung von nachhaltigen Ökosystemen. „Wir sind stolz auf dieses Projekt und darauf, dass wir in der Lage sind eine solche Maßnahme mit unseren eigenen Bau-Teams durchführen zu können.“

Mit dem Ausschütten des ersten Nierswassers in das neue Bett durch die Anwesenden setzte sich der Niersverbands-Bagger in Bewegung, der den Damm zwischen der alten Niers und dem neuem Niersbett durchbrach. Insgesamt eroberte die Niers an diesem Tag 1 000 Meter ihres neuen, in vielen Bögen verlaufenden Betts. Im bisherigen Gewässerabschnitt werden nun im Anschluss Fische und Muscheln abgefischt bzw. eingesammelt und dann in den neuen Flusslauf gebracht. Der alte Nierslauf wird verfüllt und zukünftig Teil der neuen Auenlandschaft.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs freut sich über diese bedeutende Maßnahme inmitten des städtischen Raums und sagte: „Diese Gewässer-Umgestaltung des Niersverbandes ist für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mönchengladbach in vielerlei Hinsicht ein echter Gewinn und trägt zur Verbesserung unserer Lebensqualität bei. Wir alle werden künftig einen für die Naherholung noch attraktiveren Bresgespark erleben dürfen. Und auch unser Stadtklima profitiert von der Gewässer-Umgestaltung.“

Stadtdirektor und Beigeordneter Dr. Gregor Bonin fügte hinzu: „Die Umgestaltung des Bresgesparks ist ein perfektes Beispiel, wie notwendige Hochwasserschutzmaßnahmen und Naturschutz gemeinsam umgesetzt werden können. Mein Dank gilt den Beteiligten des Niersverbands und der Stadtverwaltung Mönchengladbach, die hier hervorragend zusammengearbeitet und dieses Ergebnis erzielt haben.“

In den nächsten Wochen werden die weiteren neuen Niersabschnitte mit einer Gesamtlänge von ca. 2,7 Kilometern sukzessive geöffnet und von der Niers geflutet. Die Arbeiten vor Ort werden voraussichtlich Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

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