Wolfgang Speens künstlerische Arbeiten begreifen sich als multidimensionales malerisches Ereignis, das Abstraktion in eine neue visionäre Gegenständlichkeit überführt. Ein zentrales Stilmittel ist dabei die konsequente Erweiterung des malerischen Prozesses durch den Wolfgang Speens künstlerische Arbeiten begreifen sich als multidimensionales malerisches Ereignis, das Abstraktion in eine neue visionäre Gegenständlichkeit überführt. Ein zentrales Stilmittel ist dabei die konsequente Erweiterung des malerischen Prozesses durch den bewussten Einsatz ungewöhnlicher Materialien.
Die von Speen eingesetzten Materialien treffen dabei auf intensive, leuchtende Farbschichten und treten in einen vielschichtigen visuellen Dialog: Sande und Erden aus Südafrika, den Malediven, La Gomera, den Azoren oder der Wüste Kalahari in Namibia fungieren nicht allein als Malmaterial, sondern werden zu visuell prägenden Substanzen. Sie bestimmen neben der Struktur und Farbigkeit, die atmosphärische Qualität der gezeigten Bildoberflächen. In Verbindung mit altmeisterlichen Techniken entstehen Werke, die handwerkliche Präzision, materielle Experimentierfreude und Materialästhetiken miteinander vereinen.
In Anlehnung an den Gedanken: „Erst in der Sprache geht die Welt auf“ des Philosophen Hans-Georg Gadamer eröffnet Speen zudem eine sprachlich-narrative Ebene. Bildtitel wie „Lisol“, „Pandien“ oder „Fesol“ verweisen auf eine eigens entwickelte Kunstsprache, die in enger Beziehung zum malerischen Ausdruck steht und den Assoziationsraum erweitert.
Die ausgestellten Werke eröffnen somit einen vielschichtigen Erfahrungsraum der sich als Schnittstelle von Materialität, Naturassoziation und Sprachbild beschreiben lässt.
Die Vernissage findet am Freitag, 20. März ab 19 Uhr statt. Die Ausstellung geht bis 12. April. Die Öffnungszeiten sind: samstags und sonntags, 12 – 16 Uhr (außer an Feiertagen).
Die Kunsthistorikerin Sigrid Blomen-Radermacher wird zur Eröffnung eine Einführung geben.