Handballduell in Yayla-Arena West-Derby im Abstiegskampf

Krefeld/Niederrhein · Für die Handball-Fans vom Niederrhein sind die „Highlight-Spiele“ in der Yayla-Arena immer etwas besonderes, für die Organisatoren ist es ein Kraftakt. Am kommenden Samstag empfängt die HSG Krefeld den Westrivalen TSV Bayer Dormagen zum Derby im Abstiegskampf.

Die Spiele in der Yayla-Arena gehören zu den Highlights im Kalender der Handballfans vom Niederrhein.

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Alles, was am Niederrhein mehr als einmal stattfindet, hat Tradition, sagt der Volksmund. Und so dürften die Spiele der HSG Krefeld in der Yayla-Arena ganz sicher zu dieser Kategorie zählen. Zum inzwischen vierten Mal werden die Eagles am kommenden Samstag in die Krefelder Multifunktionsarena an der Westparkstraße einlaufen - erstmalig allerdings als Zweitligist. „Diese Spiele sind für uns natürlich Höhepunkte eines jeden Jahres“, sagt HSG-Geschäftsführer Andre Schicks und ergänzt: „Dennoch ist es auch ein organisatorischer Kraftakt“.

Dies liegt auch an der derzeit laufenden Play-off-Viertelfinalserie der Pinguine gegen den EV Landshut. Sollte diese in die Verlängerung gehen, also mehr als vier Partien nötig sein, würde am Vorabend des Handball-Spektakels in der Arena noch Eishockey gespielt. In diesem Fall blieben für den Umbau lediglich rund 19 Stunden.

Eine 15-köpfige Umbaucrew würde gleich mit den Arbeiten beginnen, die Tribünen müssen gereinigt und eingefahren, Spielerbänke zurückgebaut und die gesamte Arena vorbereitet werden. Anschließend müssen die Schutzscheiben entfernt und die Banden demontiert werden. Parallel dazu wird die Eisfläche mit speziellen Bodenplatten abgedeckt.

In den Nachtstunden erfolgen weitere Anpassungen, etwa der Umbau von Steh- zu Sitzplätzen im Gästebereich sowie die technische Neuverkabelung. Am Samstagmorgen beginnt gegen 8 Uhr die Verlegung des Handballbodens. Dabei ist eine konstante Hallentemperatur von etwa 18 Grad erforderlich, damit sich der Boden optimal anpassen kann. Bis zum Einlass um 18 Uhr muss alles betriebsbereit sein – ehe um 19.30 Uhr der Anpfiff erfolgt.

Die Verantwortlichen rechnen für das West-Derby gegen Dormagen mit einer stimmungsvollen Kulisse von mehr als 5000 Zuschauern. Das Interesse ist groß - auch angesichts der brisanten Lage. Die HSG steht im Kampf um den Klassenerhalt unter Druck. Entsprechend wichtig sind die Punkte im Heimspiel. „Wir kämpfen um jeden Punkt. Die Leistungen der vergangenen Wochen geben uns Vertrauen – das wollen wir gegen Dormagen auf die Platte bringen“, sagt Trainer Mark Schmetz.