Josefstraße in Hüls Schwalben unterm Dach

Krefeld-Hüls · Seit einigen Jahren nisten Mehlschwalben an Häusern auf der Josefstraße in Hüls.

Nisthilfen für Schwalben angebracht: Für ihr beispielhaftes Engagement erhält Christa von Danwitz vom Naturschutzbund NABU an ihrem Haus die Plakette "Schwalbenfreundliches Haus‘.

Foto: NABU Krefeld

Ihre Lehmnester bauen sie unter die Dachtraufen in mindestens 2,5 m Höhe. Man kann sie gut beobachten beim Ausbessern der Nester mit Lehmkügelchen, beim Füttern des Nachwuchses und später, wie die kleinen Schwalben neugierig ihre Köpfchen aus dem Anflugloch stecken.
Mehlschwalben sind gesellige Vögel, sie brüten gerne in Gemeinschaft. Nach dem anfänglichen Erfolg siedelten sich weitere Schwalbenfamilien an der Josefstraße an.
So sehr man sich am Zwitschern der hübschen Sommerboten erfreut, die Hinterlassenschaften sorgen manchmal für weniger Freude. Um Fassaden, Fenster und Haustüren zu schonen, kann man in mindestens 50 cm Abstand 30 – 35 cm tiefe Kotbrettchen anbringen. Wenn man diese in der gleichen Farbe wie die Fassade streicht, fallen sie nicht ins Auge.

Da der April sehr trocken war, fehlte den aus Afrika zurück gekehrten Schwalben der nötige Lehm. Eine Anwohnerin organisierte kurzerhand Lehmboden und verteilte ihn an Nachbarn, die ihn in Schüsseln feucht halten und auf Garagendächern und in Gärten für die dankbaren Flugkünstler bereithalten.
Ihr entging auch nicht, dass an einem Haus nur noch ein leerer heller Fleck auf die Nester des Vorjahres hindeutete. Sie besorgte sich schnell drei Kunstnester und mithilfe von Freunden waren die Nistalternativen fix angebracht, die nun auf den Einzug der Mehlschwalben warten.
Für ihr beispielhaftes Engagement erhält Christa von Danwitz vom NABU die Plakette ‚Schwalbenfreundliches Haus‘.

Noch eine Anmerkung: Schwalbennestern sind durch das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und dürfen nicht entfernt werden.