Im Campus Fichtenhain Kesselhaus wird Event-Location

Krefeld · Das alte Kesselhaus des ehemaligen Landjugendheims in Fichtenhain ist komplett saniert und wird einer neuer Nutzung zugeführt: hier sollen künftig gesellschaftliche Events stattfinden.

Stellen das sanierte Haus vor: Dr. Jan Schröder (2.v.l.), Geschäftsführer der Eigentümergesellschaft Kesselwerk 1954, Katharina Haßlinger (2.v.r.), Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft dubbe.bar, Wirtschaftsdezernent Eckart Preen (r.) und Annegret Angerhausen-Reuter (l.) von Krefeld Business. Foto: Müller

Foto: Müller

„Der Name Kesselwerk ist eine Zusammensetzung aus Kesselhaus und Kraftwerk“, blickt Dr. Jan Schröder stolz auf das historische Gebäude im Campus Fichtenhain 51. Der Investor hat das ehemalige Kesselhaus des früheren Landjugendheims für einen siebenstelligen Betrag sanieren lassen. Nun glänzt die Fassade in strahlendem Weiß, reizvoll unterbrochen durch die 13 Meter hohe Fensterfront. „Kesselwerk 1954“ steht in großen Lettern an der Außenwand. Denn das Gebäude wurde 1954 erbaut. Seit über 50 Jahren stand es leer.

Hierin nun betreibt Katharina Haßlinger künftig eine „Eventlocation“. Sie ist Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft dubbe-bar UG und vermietet die Räumlichkeiten des Hauses an Firmen, Gesellschaften und Privatpersonen. „Die außergewöhnliche Location bietet zahlreiche Möglichkeiten der Bespielung“, erklärt sie, „vom Business-Event über Weinabende bis hin zu kulturellen Formaten.“ Dazu stehen Räume in unterschiedlichen Größen zur Verfügung. Auch sie haben klangvolle Namen: das „Herzstück“ ist eine 280 qm geräumige Halle, das „Meisterbüro“ misst 125 qm, das „Klasenzimmer“ hat 95 qm, die „Schaltzentrale“ 81 qm, die „Filterstube“ 40 qm und die „dubbe.bar“ (ein mundartlicher Ausdruck aus der Pfalz) 30 qm. Maximal 450 Personen könnten hier zu Tagungen kommen, Feste feiern oder Firmenmessen abhalten.

„In dieser Mittelgröße gibt es nicht viele Locations“, sieht Dr. Schröder großes Potenzial für das Projekt. Zumal Fichtenhain eine naturnahe Parklandschaft biete, ein Hotel und nur 20 Minuten von der Düsseldorfer Messe entfernt liege.

Zufrieden mit den Plänen zeigt sich auch Krefelds Wirtschaftsdezernent Eckart Preen. „Das Kesselhaus war das letzte Objekt in Fichtenhain, das wir verkauft haben“. Die städtische Grundstücksgesellschaft unter der heutigen Dachmarke „Krefeld Business“ hat seit 2014 nach und nach die Gebäude im Campus Fichtenhain an Unternehmen veräußert. 2019 war nur noch eines übrig: das Kesselhaus. Interessenten gab es mehrere. Die Kesselwerk 1954 GmbH&Co KG mit ihrem Geschäftsführer Dr. Jan Schröder bekam den Zuschlag.

Die Sanierung war aufwändig. Denn das Gebäude, das ursprünglich zum ehemaligen Landesjugendheim gehörte, war verfallen und steht unter Denkmalschutz. „Wir sind in der Altlastsanierung erfahren“, versichert Dr. Schröder, der selbst Bauingenieur ist. Denkmalauflagen und moderne Standards in Sicherheit und Ausstattung konnten kombiniert werden.

So wird nun Mitte Mai Eröffnung gefeiert. Als erster Kunde hat sich Eckart Preen mit „Krefeld Business“ angesagt. Er wird das nächste Business-Breakfast am 1. Juli, bei dem heimische Unternehmer sich zum Austausch treffen, hier abhalten.