Anrather beginnt Karfreitag seine zweite Weltreise Unterwegs mit „Uncle Bob“

Stadt Willich · Am kommenden Freitag startet der Anrather Holger Guse auf zu seiner zweiten Weltreise - mit dem Fahrrad. Nach seiner ersten Weltreise in den 2010er-Jahren „per Pedes“ will er nun mit dem Rad nach Indonesien fahren. Von dort’s geht’s dann weiter.

Der Anrather „Weltenbummler“ Holger Guse aka Uncle Bob startet am Freitag seine zweite Weltreise - diesemal geht‘s mit dem Rad nach Indonesien. Das Foto zeigt ihn bei seiner ersten Weltreise von 2013 bis 2017 auf dem Appalachian Trail in den USA.

Foto: Privat

Von Willich aus in die ganze Welt: Auf den Anrather Holger Guse (57) trifft das buchstäblich zu. Am kommenden Freitag schwingt er sich in Neersen aufs Fahrrad und tritt seine lange Reise gen Indonesien an. Sein Plan: eine zweijährige Weltreise. Nicht zum ersten Mal treibt es ihn hinaus in die Welt. Bereits von 2013 bis 2017 bereiste er den Globus „...meist zu Fuß, aber es gab auch andere Reisemöglichkeiten“, erzählt er im Gespräch mit dem Extra-Tipp.

Der 57-Jährige hat das gemacht, wovon so manch einer träumt: Job kündigen, die Welt erkunden. 25 Jahre hat er bei einer Krankenkasse als Sachbearbeiter gearbeitet. „Dann habe ich ein Buch von Stephen Pern gelesen - das hat mich zu meiner ersten Reise inspiriert“, erinnert sich Guse. Pern selbst ist ein britischer Abenteurer, Langstreckenwanderer und Autor. „Das Buch ‚Continental Divide’ war für mich der Auslöser“, erzählt der Weltenbummler weiter. Das war 2009. Knapp vier Jahre später hängt der Anrather seinen Job sprichwörtlich an den Nagel, holt sich Zelt, Rucksack, Wanderschuhe und begibt sich auf seine erste große Weltreise. Knapp fünf Jahre dauerte sein Trip. „Ich hatte mir drei Schwerpunkte gesetzt: Ich wollte die Serengeti in Afrika sehen, den Tadsch Mahal im Norden Indiens und den Annapurna in Nepal - einer der zehnthöchsten Berge der Welt“, berichtet Holer Guse, der unter dem Namen „This is Uncle Bob“ seine Erlebnisse im Internet festhält. Diese Ziele habe er erreicht - und noch viel mehr. Zu Fuß, mal mit dem Bus, mal mit dem Auto als Anhalter, mal mit dem Boot - Holger Guse hat es so in fünf Jahren um die Welt getrieben. In den USA ist er den Appalachian Trail gewandert „...ich hatte einfach gerade nichts anderes zu tun“, so Guse. 2017 kehrte er nach Neersen zurück.

Da in den Corona-Jahren große Reisen nicht möglich waren, wanderte er Zehntausende Kilometer durch Europa „...doch jetzt ist es wieder Zeit für eine Weltreise“, sagt er. Die Vorbereitungen sind getroffen, am Freitag geht’s los.

Mit dem Fahrrad geht’s Richtung Allgäu, Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und durch die Türkei. „Dafür werde ich so circa zwei Monate brauchen“, sagt er. Dann muss er sich entscheiden: „Sollte dann immer noch der Irankrieg herrschen, müsste ich außen um das Kaspische Meer fahren - also Richtung Aserbaidschan, Kasachstan und so weiter.“

Im Anschluss sollte es über China Richtung Indonesien gehen. „Durch Myanmar geht es ja wegen des Bürgerkrieges auch nicht“, sagt er.

Holger Guse bleibt zuversichtlich, verfolgt aktuell alle Rad-Blogger, die um die Welt radeln. Für seine Tour bis Indonesien plant Holger Guse knapp neun Monate ein - für seinen Trip um die Welt circa zwei Jahre. Mit seiner Weltreise verfolgt er auch noch einen guten Zweck und hat letzte Woche sein veröffentlicht.

„Ich werde ein kleines Sparschwein dabei haben und jeden Abend für jeden zurückgelegten Kilometer einen Cent in das Sparschwein werfen - und ich würde mir wünschen, dass genau das auch alle machen, die mir auf Social Media wie Instagram und Facebook unter „This is uncle Bob“ folgen“, erklärt er seine Idee.

„Ich werde ein Spendenkonto einrichten. Hier können alle, die ebenfalls einen Cent in ihr Sparschwein geworfen haben, am Ende meiner Reise das Geld spenden. Außerdem kann man mir dann ein Foto von seinem Sparschwein senden. Für das schönste Sparschwein veranstalte ich dann eine private Lesung aus meinem Buch“, sagt er.

Das Geld sammelt der Anrather für die „EduVision Foundation“ in Hetauda, Nepal. „Das ist eine Initiative, die sich auf Bildung, soziale Verantwortung und Gemeinschaftsprojekte konzentriert, insbesondere für ehemalige Kinderarbeiter“, erklärt er. Bereits bei seiner letzten Reise konnte er Spendengelder sammeln und diese an karitative Einrichtungen spenden.

In seinem Buch „Einfach mal links abbiegen“ hat Holger Guse seine besten Erlebnisse aus seiner Weltreise, aber auch aus seinem Trip durch Europa festgehalten. „Jetzt freue ich mich auf meinen nächsten Trip und bin gespannt, was ich alles erleben werde“, so der Weltenbummler.