„Dieser Ort ist mehr als ein Spielplatz.“ In einem kurzen Grußwort wendete sich Bürgermeister Christoph Hopp an die Gäste aus Politik und Presse. Dabei stellte er die Besonderheit der Spielfläche am Konrad-Adenauer-Ring heraus. Die sei, sagte Viersens Bürgermeister, für viele heute Erwachsene mit ihren eigenen Kindheitserinnerungen verbunden.
Er erinnerte an die vielfältigen Formen der Beteiligung, die in den Planungsprozess eingeflossen sind. So hatte es etwa einen Austausch mit Interessensvertretungen zu Inklusionsfragen gegeben. Interessierte konnten ihre Wünsche zur Neugestaltung über eine Online-Plattform formulieren. In einer großen Spielplatzparty 2024 hatte das Team Jugendarbeit die Wünsche und Interessen der Kinder erfragt. Dazu gab es ein Meeting für die Jugendfläche in der städtischen Jugendeinrichtung Homebase42. Komplettiert wurde die Beteiligung über eine Jugendbefragung durch die städtischen Streetworker und Rückkopplungsprozesse mit der Skate-Community im Frühjahr 2025.
Den Beschluss zur Umgestaltung der Spielfläche hatte der Ausschuss für Bauen, digitale Entwicklung und Infrastruktur auf seiner Sitzung im Juli 2025 gefasst. Damit folgte das Gremium einer Empfehlung des Jugendhilfeausschusses.
Die Umbauarbeiten sollen Ende des zweiten Quartals abgeschlossen sein. Die Gesamtfläche erhält verschiedene Spiel- und Aufenthaltsbereiche, die über einen gepflasterten Hauptweg und abzweigende Nebenwege verbunden sind. Darunter wird es zwei Bereiche geben für alle, die auf Rollen unterwegs sind – etwa auf dem Skateboard, Roller oder BMX-Rad aber auch für junge Menschen im Rollstuhl.
Ein Kinderspielbereich zum Klettern, Schwingen, Hangeln und Springen, wird mit einer inklusionsgerechten, wasserdurchlässigen Kautschuk-Fläche ausgestattet sein. Im Schaukelbereich lädt eine Nestschaukel zur gemeinsamen Nutzung ein. Für Kleinkinder gibt es Matschmöglichkeiten mit Zugang zum Wasserlauf und eine Aufenthaltsfläche.
Die Hangwiese und die untere Wiese laden zum freien Spiel, zum Liegen, Toben und Herumtollen ein. Die wohl größte Attraktion sind und bleiben die beiden Riesenhangrutschen. Sie werden aufgearbeitet und saniert. Die Planungen im Detail sind im Ratsinfosystem der Stadt Viersen dokumentiert und öffentlich einsehbar.