Ziel ist es, jungen Menschen ein fröhliches, aber sicheres Feiern zu ermöglichen – und frühzeitig Unterstützung anzubieten, wenn sie gebraucht wird. „Unsere Kernbotschaft ist: Karneval darf ausgelassen sein, Alkohol unter 16 Jahren ist aber generell verboten und Hochprozentiges unter 18 tabu. Und wenn ihr Hilfe braucht, wir sind da“, bringt es Mark Bochnig-Mathieu vom Kinder- und Jugendbüro (KJB) auf den Punkt. Ordnungsamt und Polizei sind zusätzlich im Rahmen der Ordnungspartnerschaft unterwegs – falls es dann doch mal ausartet.
Wenn nötig, werden Jugendliche nach Hause gebracht
Ein Team aus acht Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen aus dem KJB und den Moerser Jugendzentren ist ab 11 Uhr im Einsatz. Entlang der Zugstrecke gibt es ein zentrales ‚Jugendzelt‘ auf dem Friedrich-Ebert-Platz am Eingang zum abgesperrten Bereich der Erste-Hilfe-Stationen - gut sichtbar durch große, bunte Banner und Luftballons. „Das ist bewusst als niedrigschwellige Anlaufstelle gedacht: für Jugendliche und junge Erwachsene, denen es nicht gut geht, die Freundinnen oder Freunde verloren haben, unterkühlt sind oder zu viel Alkohol getrunken haben. Wenn es nötig ist, koordinieren wir auch das nach Hause kommen“, erläutert Bochnig-Mathieu. Es gibt Wasser, Brezeln und Schokolade – kleine Dinge, die in dem Moment viel bewirken können. Gleichzeitig suchen die mobilen Teams aktiv das Gespräch mit Jugendlichen, bei denen ein exzessiver Alkoholkonsum erkennbar ist.
Glasverbot bleibt wichtiger Sicherheitsbaustein
Neben den Jugendschutzmaßnahmen gilt auch in diesem Jahr wieder ein Glasverbot entlang der Zugstrecke. Es hat sich seit seiner Einführung 2009 bewährt und trägt maßgeblich dazu bei, Schnittverletzungen und unnötige Rettungsdiensteinsätze zu vermeiden. Das Verbot gilt vom Kreisverkehr Homberger-/Ernst-Holla-Straße bis zum Zugende (Wilhelm-Schroeder-/Rheinberger Straße), außerdem auf dem gesamten Friedrich-Ebert-Platz. Es ist entsprechend ausgeschildert und wird von Mitarbeitenden der Stadt kontrolliert. An mehreren Stellen besteht die Möglichkeit, Getränke kostenlos in PET-Flaschen umzufüllen. Die Stadt empfiehlt jedoch, Glasbehältnisse erst gar nicht mitzubringen.
Nelkensamstagszug in Moers Jugendschutz ohne erhobenen Zeigefinger - Glasverbot
Moers · ) Karneval feiern: ja. Grenzen überschreiten: nein. Unter diesem Leitgedanken setzt die Stadt Moers beim Nelkensamstagszug am Samstag, 14. Februar, auf Jugendschutz ohne erhobenen Zeigefinger.
10.02.2026
, 12:55 Uhr