Die Brunnenwasseranalysen am gelben Labormobil sorgten in den letzten Jahren in Meerbusch für reges Interesse. Zahlreiche Bürger kamen mit ihren Brunnenwasserproben zum Infostand vom VSR-Gewässerschutz, um zu erfahren, wofür sie das Wasser verwenden können. Am Montag, 11. Mai, macht das Labormobil von 11 bis 13 Uhr in Lank-Latum auf dem Alten Schulhof Station. Heinz-Theo van Wickeren und Heinz-Wilhelm Hülsmans, die sich in der gemeinnützigen Organisation engagieren, nehmen in dieser Zeit wieder die Proben der Bürger entgegen.
In den heißen und trockenen Phasen des Sommers wird im Garten viel Wasser benötigt. Der VSR-Gewässerschutz möchte mit den Untersuchungen dazu beitragen, dass mehr Brunnenwasser statt des kostbaren Leitungswassers verwendet wird. „Das Wasser aus dem Gartenbrunnen ist häufig mit Nitraten, Eisen, Bakterien und weiteren Stoffen belastet“, erklärt Heinz-Theo van Wickeren. Im Labormobil untersucht er wieder gegen eine geringe Beteiligung von 12 Euro den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt.
Die Ergebnisse erhalten die Brunnenbesitzer noch am Infostand am Ende der Aktion. Gegen eine weitere Kostenbeteiligung können auch zusätzliche Parameter analysiert werden. Durch die ergänzenden Untersuchungen erfahren die Brunnenbesitzer, ob das Wasser zum Gemüsegießen oder sogar zum Befüllen von Planschbecken und Teichen geeignet ist.
„Außerdem können wir eine Einschätzung geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist“, betont Heinz-Wilhelm Hülsmans. Diese Messwerte bekommen die Brunnenbesitzer in einem ausführlichen Gutachten mit der Post zugesendet. Die Gewässerexperten bieten zusätzlich jeden Donnerstag zwischen 10 und 14 Uhr eine telefonische Beratung unter 02831/97 63 342 an.
Eine Beprobung des Gartenbrunnens ist ganz einfach. Der VSR-Gewässerschutz empfiehlt, zur Probenahme 0,5-Liter-Mineralwasserflaschen aus Kunststoff zu nutzen. „Mineralwasser aus der Flasche ausgießen, mehrmals mit Brunnenwasser spülen und dann bis zum Rand füllen, ohne den Deckel oder die Flasche von innen zu berühren“, erklärt Matthias Ahlbrecht.
Der VSR-Gewässerschutz hat bereits Auswertungen der bisherigen Analyseergebnisse in der Region durchgeführt. Diese zeigen Heinz-Theo van Wickeren und Heinz-Wilhelm Hülsmans am Informationsstand in Meerbusch auf einem Bildschirm. „Unser Nitratdiagramm verdeutlicht, dass die Nitratbelastung nicht so gesunken ist wie gehofft“, berichtet Heinz-Theo van Wickeren. Des Weiteren konnte die gemeinnützige Organisation feststellen, dass andere Belastungen, wie Bakterien nach Starkregenfällen im Brunnenwasser zunehmen.
„In Gesprächen mit den Brunnenbesitzern wird häufig klar, dass verschmutztes Regenwasser in den undichten Brunnen eindringen kann. Unsere Ergebnisse zeigen, dass es für die Nutzung im Garten wichtig ist, das Brunnenwasser regelmäßig untersuchen zu lassen“, erklärt Heinz-Theo van Wickeren. So können Brunnenbesitzer bei der Verwendung ihres Wassers ausschließen, dass es zu Gesundheitsrisiken kommt. Die ausführlichen Auswertungen findet man auch unter vsr-gewaesserschutz.de/regionales/nordrhein-westfalen/rhein-kreis-neuss/brunnen