Bachs Weihnachtsoratorium im Dezember Erhabene Klänge zum Weihnachtsfest

Büderich/Osterath · Im vergangenen Jahr erklangen bereits die Teile 1 bis 3 des berühmten Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in der Christuskirche in Büderich. Dieses Jahr sollen am Samstag, 12. Dezember, ab 18 Uhr – dann wahrscheinlich in der Bethlehemkirche – die Teile 4 bis 6 folgen. Hierfür werden noch Sängerinnen und Sänger gesucht.

Suchen noch Sängerinnen und Sänger für das Weihnachtsoratorium: Mathias Bertuleit und Rüdger Gerstein (sitzend).

Foto: Thomas Hippel

Die Proben laufen schon für das große Chorkonzert im Dezember, das vom Rheinischen Oratorienorchester musikalisch begleitet werden wird – einsteigen können interessierte Laiensängerinnen und -sänger aber noch, wie Mathias Bertuleit, Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde Büderich-Osterath in Büderich, betont. Tatsächlich werden aktuell sogar noch Sängerinnen und Sänger benötigt, um den etwa 30- bis 35-köpfigen Kernchor aus Mitgliedern der beiden Kantoreien in Büderich und Osterath zu verstärken. „50 Personen sollten wir für die Aufführung eines solchen Werks schon mindestens zusammenbekommen“, sagt Bertuleit, der gemeinsam mit seinem Osterather Kollegen Rüdiger Gerstein das Projekt federführend begleitet und auch die Proben leitet.

Wer mitmachen will, sollte zumindest ein gewisses sängerisches Talent mitbringen. Chorerfahrungen sind hier natürlich von Vorteil, so die beiden Kirchenmusiker, allerdings können sich bei entsprechender Eignung auch Neueinsteiger beteiligen. „Erst im vergangenen Jahr hatten wir eine Sängerin dabei, die vorher noch nie in einem Chor gesungen hat, und sie hat ihre Sache richtig gut gemacht“, erinnert sich Bertuleit mit Freude an 2025. „Die Rückmeldungen der Gemeindemitglieder nach dem Konzert waren damals durchweg positiv und auch die Sängerinnen und Sänger waren von der Erfahrung, an einem solchen Projekt mitzuwirken, ganz begeistert“, erzählt er.

Gerade im Bereich der männlichen Stimmen würde es aktuell noch Bedarf geben, betonen die Projektleiter. Bertuleit: „Zwar haben wir auch gute Männerstimmen in unseren beiden Kantoreien in Büderich und Osterath, aber die sind tendenziell in der Minderheit und müssen daher derzeit noch richtig arbeiten, um gegen den Rest des Chores anzukommen. Ein paar Tenor- und Bassstimmen wären daher noch wünschenswert.“

Was die Aufführung selbst betrifft, so wagen sich die Sängerinnen und Sänger dieses Jahr auf ein Terrain, das für viele von ihnen noch relativ ungewohnt sein dürfte. Schließlich sind die Teile 4 bis 6 des Bach’schen Weihnachtsoratoriums weitaus weniger bekannt als die ersten drei Teile dieses die biblische Weihnachtsgeschichte behandelnden Werkes. Während jene schwerpunktmäßig den Aspekt der Verkündigung thematisieren, treten in der zweiten Hälfte vor allem die Könige auf den Plan – in Form der drei Weisen aus dem Morgenland und des Herrschers Herodes, der angesichts der Niederkunft Jesu um seine Macht fürchtet.

Der geringere Bekanntheitsgrad der zweiten Oratoriumshälfte ist auch einer der Gründe, warum man sich entscheiden hat, mit den Proben in diesem Jahr vergleichsweise früh zu starten. „So haben wir die Möglichkeit, uns ausgiebig vorzubereiten“, sagt Bertuleit. Zudem würde der frühe Beginn aber auch ein entspannteres Arbeiten und eine flexiblere Gestaltung des persönlichen Probenplans für die einzelnen Mitwirkenden gewährleisten. Geprobt wird je einmal pro Monat an einem Dienstag in der Bethlehemkirche in Büderich und an einem Donnerstag in der Evangelischen Kirche in Osterath. Zudem sind – je nach Bedarf – drei bis vier Probenwochenenden in der Bethlehemkirche geplant. Die genauen Termine erhalten Interessierte auf Nachfrage bei Mathias Bertuleit oder Rüdiger Gerstein.