Das Angebot richtet sich insbesondere an Patienten mit altersbedingten internistischen oder orthopädischen Erkrankungen, die nach einem Krankenhausaufenthalt eine weiterführende Behandlung benötigen. Seit April 2026 steht diese Versorgungsform am Standort in Meerbusch zur Verfügung. Im näheren Umkreis ist die Mauritius Therapieklinik derzeit der einzige Anbieter für Geriatrische Rehabilitation. Gleichzeitig gilt dieser Bereich seit Jahren als deutlich unterrepräsentiert. Der Aufbau erfolgte daher bewusst in kurzer Zeit: Von der ersten Konzeptidee im September bis zur Umsetzung im Frühjahr 2026 vergingen nur wenige Monate. „Der Bedarf ist hoch und wird in Zukunft weiter steigen. Umso wichtiger ist es, Angebote zu schaffen, die eine nahtlose Weiterbehandlung nach dem Krankenhaus ermöglichen“, sagt Dr. Andreea Ilie, ärztliche Leiterin der Geriatrischen Rehabilitation. „Wir haben sehr bewusst schnell gehandelt, um diese Versorgungslücke zu schließen.“
Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Behandlungsansatz: Ärzte, Pflegekräfte sowie Therapeuten aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie arbeiten eng zusammen und stimmen die Therapie individuell auf die Bedürfnisse der Patienten ab. Ergänzt wird das Angebot durch psychosoziale Unterstützung, Ernährungsberatung und sozialdienstliche Begleitung, beispielsweise bei Fragen zur weiteren Versorgung nach der Reha. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Patienten zu erhalten und ihnen eine bestmögliche Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen.
Insgesamt wurden rund 800 000 Euro in Umbau, Sanierung und Ausstattung am Standort investiert. Mit der Eröffnung setzt die Mauritius Therapieklinik ihren Wandel konsequent fort. Innerhalb von zwei Jahren wurde der Standort in Meerbusch grundlegend neu aufgestellt und strategisch weiterentwickelt. „Durch die Erweiterung unserer Leistungen schaffen wir zusätzliche Möglichkeiten der wohnortnahen Versorgung“, sagt David Schindler, Klinikleiter der Mauritius Therapieklinik. „Gleichzeitig entwickeln wir gezielt neue Angebote für unterschiedliche Zielgruppen und reagieren flexibel auf sich verändernde Bedarfe im Gesundheitswesen.“ Ein Beispiel hierfür ist das im Sommer 2025 eröffnete Therapie- und Trainingszentrum, das Physiotherapiepraxis und Prävention miteinander verbindet. Zudem wurde das Kursangebot in den Bereichen Prävention, Rehasport und Gesundheitsförderung sowie Baby- und Kinderschwimmen ausgebaut.
Parallel dazu werden bereits die nächsten Schritte vorbereitet: Geplant ist die Ansiedlung von MVZ-Strukturen, um die ambulante Versorgung am Standort weiter auszubauen und noch enger mit den stationären Angeboten zu verzahnen.