Erinnerung an jüdisches Leben Sie lebten mitten unter uns

Lank-Latum · Im Meerbuscher Stadtteil Lank-Latum erinnern jetzt neun weitere Stolpersteine an das frühere jüdische Leben im Ort.

In Lank-Latum erfolgte kürzlich eine weitere Stolpersteinverlegung.

Foto: Heimatkreis

Zur Erinnerung an die ehemalige jüdische Gemeinde Lank-Latums, deren Mitglieder während des Nationalsozialismus auch dort verfolgt und vielfach ermordet wurden oder den Ort freiwillig oder unter Zwang verließen, wurden im Jahre 2024 bereits 16 Stolpersteine für vier Familien vom Heimatkreis Lank verlegt. Die Idee der Stolpersteine stammt vom Künstler Gunter Demnig, der die Steine auch herstellt. Mit „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“ zitiert er eine jüdische Lebensweisheit zur Begründung seiner künstlerischen Tätigkeit.

Auf Grundlage neuer Forschungen des Lanker Heimatkreises konnten jetzt neun weitere Stolpersteine zum Gedenken an die Familien Leopold (Bismarckstraße 16) und Joosten (Hauptstraße 7) verlegt werden. Der Dank des Heimatkreises gilt den in der Sache Aktiven im Verein und insbesondere auch der Stadt Meerbusch, die durch fachkundige Mitarbeiter des Stadtbauhofes die nötigen Pflasterarbeiten im Straßenraum erledigte.

Voraussichtlich im Jahre 2027 werden die früheren Stätten jüdischen Lebens in Lank-Latum in einem Rundgang erneut vorgestellt. Natürlich wird hierzu im Jahresprogramm 2027 des Vereins noch eingeladen.