Sturm aufs Rathaus Meerbusch ist in Narrenhand!

Büderich (hip) · Wirklich einladend war das Wetter zwar nicht, dennoch hatte sich eine ganze Reihe Jecken am Donnerstag in Büderich eingefunden, um – so wie es an Altweiber Tradition ist – das Rathaus zu stürmen und die Schlüssel zur Stadt, zumindest bis Veilchendienstag, in ihren Besitz zu bringen.

Sicherten sich von Bürgermeister Christian Bommers (hinten) den Stadtschlüssel (v.l.): Prinz Julius Decker, Prinz Max I. Menzen, Stephan „Stevie“ 1. Hermanns, „Prinz der Freien Herrlichkeit Nierst“, Prinzessin Matilda Otte und Prinzessin Lilli I. Althaus.

Foto: Thomas Hippel

Stadtsprecher Michael Gorgs – entsprechend dem Sturm-Motto „Helden der Kindheit“ als Robin Hood gewandet – führte durch die Veranstaltung und moderierte die Tanzgarden an. Dass es mit der Tanzgarde der KG „Kött on Kleen“ aus Nierst und der Männertanzgarde der KG Fettnäpke aus Osterath diesmal nur zwei Gruppen gab, die das anwesende Narrenvolk mit ihren Darbietungen erfreuten, war dem Umstand geschuldet, dass die Tanzgarden von Blau Weiss Büderich und Büdericher Heinzelmännchen aufgrund des schlechten Wetters bei gleichzeitig hoher Auftrittsdichte kurzerhand absagen mussten. Der guten Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.

Meerbuscher Jecken sichern sich den Schlüssel zur Stadt
22 Bilder

Jecken stürmen das Rathaus

22 Bilder
Foto: Thomas Hippel

Gegen 11.11 Uhr wurde es dann ernst: Nach dem obligatorischen verbalen Schlagabtausch mit Bürgermeister Christian Bommers – oder war es doch der mürrische Kapitän Haddock aus „Tim & Struppi“ – blies Stephan „Stevie“ 1. Hermanns, „Prinz der Freien Herrlichkeit Nierst“, mit seinen Ministern und den beiden Meerbuscher Kinderprinzenpaaren – Prinz Max I. Menzen und Prinzessin Lilli I. Althaus (Nierst) sowie Prinz Julius Decker und Prinzessin Matilda Otte (Lank-Latum) – zum Angriff auf die Rathaus-Barrikaden. Die gaben unter dem Druck des mächtigen Spaten-Rammbocks auch schnell nach und wenige Momente später wechselte der symbolische Schlüssel auch schon im Büro des Bürgermeisters den Besitzer. Nach dem erfolgreichen Sturm feierten Narren und Rathausbelegschaft dann noch im Festzelt zünftig die traditionelle Sturmparty – und gaben so den Startschuss für die heiße Finalphase der diesjährigen Karnevalssession.