Sonderausschuss tagte am Mittwoch SPD-Erfolg in Schuldebatte

Meerbusch · In der Sitzung des Sonderausschusses „Zukunft der Schulen“ hat die SPD-Fraktion Meerbusch einen Erfolg errungen: Trotz anfänglicher Widerstände seitens der CDU-Fraktion wurde die ursprüngliche Beschlussvorlage der Verwaltung grundlegend überarbeitet.

Die Zukunft der Meerbuscher Schulen war am Mittwochabend Thema in einem Sonderausschuss.

Foto: pixabay

Das Ergebnis: An allen drei betroffenen Schulstandorten werden nun Workshops unter Beteiligung von Eltern, Lehrkräften und Schülern durchgeführt.

Unmittelbarer Auslöser für die Initiative der SPD war das Schreiben der Stadtschulpflegschaft vom 4. Mai. Darin hatten die Elternvertreter davor gewarnt, eine weitere Schülergeneration mit Provisorien zu belasten und die Lasten der Sanierung ungleich zu verteilen. Die SPD nahm dies auf und forderte mit ihren Anträgen ein Ende der „Politik hinter verschlossenen Türen“. Auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte sich noch unmittelbar vor der Sitzung mit einem eigenen Antrag positioniert, der die Forderung nach mehr Transparenz und Variantenvergleichen unterstützte.

Nicole Niederdellmann-Siemes, Vorsitzende der SPD-Fraktion, bewertet den Ausgang der Sitzung als Sieg der politischen Hartnäckigkeit: „Dass die CDU unsere Anträge für mehr Partizipation, Kosteneffizienz und Tempo erst als Unfug abtut und am Ende doch für Workshops stimmt, zeigt: Hartnäckigkeit und der Streit in der Sache zahlen sich aus.“

Besonders die Forderung der SPD, die pädagogischen Realitäten wie Inklusion und das Montessori-Konzept nicht hinter rein fiskalischen Erwägungen zurückzustellen, fand im Ausschuss letztlich Gehör. „Die nun beschlossenen Workshops an den beiden Gymnasien und der Gesamtschule stellen sicher, dass die Konzepte der ,Alltagsexpertinnen und -experten‘ direkt in die Vertiefung der Gesamtplanung einfließen“, so die Sozialdemokraten.