Ein Umsatz von rund 2,3 Mrd. Euro, ein EBITDA von 108 Mio. Euro, ein normalisierter Jahresüberschuss von knapp 30 Mio. Euro und dazu die Renditeerwartungen der Stadt mit einem Zufluss von rund 33 Mio. Euro: „Wir konnten am Ende ein gutes Ergebnis erzielen und kehren nach den durch Sondereffekte bedingten herausragenden beiden vorherigen Geschäftsjahren nun wieder auf Normalniveau zurück“, fasst SWK-Vorstandssprecher Carsten Liedtke das Ergebnis zusammen.
Die Energieversorgung stehe weiterhin unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Durch die zusätzliche Krise im Nahen Osten seit Beginn des Jahres 2026 seien die Energiemärkte so volatil wie lange nicht mehr. SWK-Vorständin Kerstin Abraham betont: „Die Politik hat es bislang zu selten geschafft, für einen verlässlichen und langfristig gültigen Rahmen zu sorgen. Hinzu kommt die unberechenbare Geo- und Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten. Und trotzdem ist es uns mit unseren engagierten Mitarbeitenden gelungen, Kurs zu halten, kluge Entscheidungen zu treffen und ein Ergebnis zu erzielen, auf das jeder stolz sein kann.“
Durch Kundenzuwachs und Portfolioübernahmen habe man trotz geringerer Umsätze und höherer Beschaffungspreise bei Strom und Gas die Margen und das Betriebsergebnis stabil halten können, unterstützt durch vorausschauende Preisanpassungen und eine überarbeitete Fernwärme-Preisanpassungsformel. Zudem sei weiter in nachhaltige und effiziente Eigenerzeugung sowie Wärmeversorgung in Krefeld investiert worden.
Im Geschäftsfeld Energie und Wasser betrugen die Investitionen 44,5 Mio. Euro, im Geschäftsfeld Verkehr lagen sie bei 36,4 Mio. Euro. „Die Mittel flossen hier nahezu vollständig in Sachanlagen, insbesondere in Grundstücke, Gleisanlagen, Haltestellen und Fahrzeuge“, teilt die SWK AG mit.
Dass man 2025 eine Steigerung der Fahrgastzahlen zu verzeichnen hatte, sei vor allem auf das Deutschlandticket zurückzuführen. Dieses verdränge immer stärker die regionalen Tickets: „Die VRR-Tarifangebote werden kaum noch nachgefragt.“ Insgesamt bewege sich die Zahl der Fahrgäste inzwischen wieder auf dem Niveau zu Zeiten vor der Corona-Pandemie. Dennoch gilt laut Carsten Liedtke: „Kostensteigerungen können durch das stark subventionierte Deutschlandticket, dessen Preis politisch festgelegt wird, nicht aufgefangen werden. Dadurch entstehen erhebliche finanzielle Belastungen für die SWK MOBIL. Ob der geplante Preisindex ab 2027 die Lücke zwischen Kosten und Erlösen schließt, ist fraglich.“
Sehr gut hat sich laut SWK der digitale Ticketshop mit dem NRW-weit gültigen eezy-Ticket entwickelt: „Die Anzahl der Verkäufe hat sich zwischen 2024 und 2025 erneut mehr als verdreifacht auf inzwischen über 100.000 digitale Tickets.“
Das Ergebnis der GSAK liegt laut Geschäftsbericht auf dem geplanten Niveau. Die gesammelte Abfallmenge sank 2025 um ein Prozent auf 104.200 Tonnen, insbesondere bei Bioabfällen sowie Papier und Karton. Die Investitionen im Geschäftsfeld Entsorgung lagen in 2025 bei rund 62 Mio. Euro, zusätzlich wurden knapp 22 Mio. Euro als Anzahlungen auf Anlagen im Bau geleistet: „Inhaltlich konzentrieren sich die Investitionen vor allem auf die Modernisierung und energetische Effizienzsteigerung der Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage (MKVA) Krefeld mit dem Ziel, den Energieverbrauch zu optimieren und fossile Energieträger weiter zu reduzieren.“