Die Bilanz des Dülkener Bauvereins für das Jahr 2025 kann sich sehen lassen: Zum Stichtag 31.12.2025 umfasste der Bestand 589 Wohneinheiten. Die Eigenkapitalquote konnte auf 45,7 Prozent gesteigert werden, was die finanzielle Stabilität der Genossenschaft unterstreicht. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf ungefähr 1,069 Mio. Euro. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisteten geplante Objektverkäufe. „Der erwirtschaftete Überschuss ermöglicht es uns, in einem herausfordernden Umfeld auch weiterhin in Neubauvorhaben sowie die Instandhaltung und Modernisierung unserer Immobilien zu investieren“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Bernd Ivangs.
Die geringe Leerstandsquote von nur 0,7 Prozent zeigt die hohe Attraktivität des Wohnungsangebotes des Bauvereins, aber auch den Bedarf an erschwinglichem Wohnraum in Dülken. Die durchschnittliche Miete liegt bei 6,38 Euro pro Quadratmeter und stellt so nach wie vor ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Mitglieder dar. „Gerade in der heutigen Zeit, mit einem äußerst angespanntem Mietmarkt, zeigt sich immer deutlicher, wie wichtig genossenschaftliche Wohnungsunternehmen für die kommunale Wohnungsvorsorge sind. Der Dülkener Bauverein steht für bezahlbare Mieten, für Mitbestimmung, Gemeinschaft und soziale Verantwortung“, stellte Vorstandsmitglied Michael Lambertz fest. Zum Jahresende 2025 zählte die Genossenschaft 690 Mitglieder.
Als wichtigstes Projekt in diesem Jahr stellte der Vorstand des Bauvereins Dülken die laufende Neubautätigkeit am Ostgraben heraus. Hier errichtet die lokale Wohnungsbaugenossenschaft derzeit ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten. Die Investitionskosten für das öffentlich geförderte Objekt belaufen sich auf ungefähr 1,8 Mio. Euro. „Wir freuen uns sehr, dass wir in einer Zeit, in der in Deutschland Wohnungsmangel herrscht und die Fertigstellung von neuem Wohnraum einen Tiefpunkt erreicht hat, dieses Neubauprojekt realisieren können“, so Bernd Ivangs. „Auch nach über 125 Jahren Dülkener Bauverein bleibt die soziale Verantwortung, bezahlbare Wohnungen zu schaffen“, ergänzt sein Vorstandskollege Christoph Sartingen. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2027 geplant.
Darüber hinaus ist die Umstellung von Heizungsanlagen mit fossilen Energieträgern auf CO2-freie Heizanlagen in vollem Gange. Im vergangenen Jahr wurden in insgesamt vier Gebäudekomplexen Wärmepumpen eingebaut. In diesem Zuge verschwand mit einer Maßnahme auf dem Birkenweg auch die letzte Ölheizung aus dem Bestand des Dülkener Bauvereins.
Für dieses Jahr haben Vorstandschef Ivangs und seine Kollegen Christoph Sartingen und Michael Lambertz neben der laufenden Neubaumaßnahme noch mehr vor: Neben anderen Instandhaltungsmaßnahmen ist in weiteren fünf Wohnkomplexen die Umrüstung auf Wärmepumpen vorgesehen.
Auf Kontinuität setzt der Bauverein im Aufsichtsrat: Die Aufsichtsratsvorsitzende Simone Gartz und Ronny Wochau wurden in der Mitgliederversammlung einstimmig für ihren Sitz in dem sechsköpfigen Gremium bestätigt. Darüber hinaus wurde Viersens Bürgermeister Christoph Hopp für seine ausgeschiedene Amtsvorgängerin Sabine Anemüller erstmals von den Mitgliedern in das Aufsichtsgremium gewählt.