Nummer drei entzog sich der Prozedur. Sein Nest liegt in einer schwer zugänglichen Erdkuhle. Zwar können die Tierpfleger beobachten, dass es ihm gut geht, aber das Jungtier kann nicht herausgenommen werden. Insgesamt wurden von fünf Paaren sieben Eier gelegt. Vier Küken schlüpften nach etwa 38 Tagen, drei davon waren lebensfähig.
Seit Eröffnung des Pinguin-Pools 2014 ist es erst das zweite Mal, dass Küken geschlüpft sind. 2020 gab es schon einmal Nachwuchs, leider verstarb das Jungtier wenige Tage nach dem Schlupf an einer Infektion. Umso größer ist die Freude des Tierpflegeteams, den Jungtieren beim Aufwachsen zuzuschauen.
„Gerade jetzt leiden die Humboldt-Pinguine in der Natur besonders unter dem Klimaphänomen El Niño“, teilt der Zoo mit. „Die Tiere verhungern, da durch die Erwärmung des Wassers weniger Fisch im Meer zu finden ist. Die Zahlen sind dramatisch. Die Anzahl der Brutpaare in Chile hat innerhalb von drei Jahren um 63 Prozent abgenommen. Statt 2.700 Paaren brüteten nur noch 1.000 Pinguin-Paare.“
Der Zoo Krefeld unterstützt mit dem „Artenschutz-Euro“ den Verein „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins“. 2025 schüttete der Zoo 32.500 Euro an den Artenschutz-Partner aus. Das Geld wird in Südamerika für Bildungsmaßnahmen, Lobbyarbeit und Forschungsprojekte eingesetzt ( https://sphenisco.org/de/ ). Ab sofort ist der PinguinPool wieder für Besucher geöffnet. Während der Brut- und Aufzuchtzeit war der Durchgang durch die begehbare Voliere gesperrt. Allerdings können die Küken noch nicht gesehen werden. Sie werden noch von den Alttieren in den Bruthöhlen mit Fisch versorgt.