Ihre Namen sind bekannt, jeweils zwei stehen auf der Vorderseite der 52 Steinkreuze und sind nach einer gründlichen Reinigung jetzt wieder lesbar. Nur ein Name fehlt. Es ist das Grab eines unbekannten Soldaten. Auch er starb im Lazarett, nachdem man ihn schwer verwundet von der immer näherkommenden Front hierhergebracht hatte. Viele Eltern, die ihren Sohn vermissten, haben an seinem Grab ihre Blumen niedergelegt.
Der Bauhof der Gemeinde Grefrath hat die Gedenkstätte in Mülhausen in den vergangenen Wochen wieder hergerichtet: Aus der zuvor gestuften Fläche ist ein einheitliches Plateau geworden. Wo einst Blumen und niedriges Gehölz standen, wurde der Boden ausgehoben und mit Muttererde verfüllt. Das große Ehrenkreuz ist von wuchernden Sträuchern befreit worden. Zu beiden Seiten des Kreuzes werden noch junge schlanke Säulenbäume und Lavendel gepflanzt. Auf dem Gräberfeld soll außerdem, sobald das Wetter es zulässt, Rasensamen eingestreut werden, wie es auf ähnlichen Gedenkstätten im In- und Ausland üblich ist. So kann die traditionelle Gedenkfeier zum Volkstrauertag am 15. November in einem würdigen Rahmen stattfinden.
Autor: Alfred Knorr