Nachruf Erinnerungen an Schwester Maria Adelgondis

Grefrath-Mülhausen · Schwester Adelgondis war in Mülhausen sehr bekannt. Sie lebte fast ein ganzes Klosterleben dort. Vor kurzem ist sie verstorben - ein Nachruf.

Foto: Alfred Knorr

Fast ihr ganzes Klosterleben verbrachte sie als Schwester Unserer Lieben Frau in Mülhausen. Nun ist Schwester Maria Adelgondis mit 90 Jahren im Altenheim „Haus Salus“ in Mülhausen gestorben. Sie war vielfältig eingesetzt, in Verwaltung, Küche und zuletzt im Archiv. Aber besonders durch die Archivarbeit ist sie vielen Menschen, die ihr begegneten, in Erinnerung geblieben. Hier zeichnete sich Schwester M. Adelgondis durch ihre große Verlässlichkeit und Exaktheit aus. In den letzten 20 Jahren ihres Lebens ordnete sie unter professioneller Begleitung das Provinzarchiv, brachte es auf den neuesten Stand und katalogisierte es vollständig.

Geboren wurde sie als Anna Tebroke 1936 in Rhedebrügge, ein durch die Landwirtschaft geprägter Ortsteil, der heute zu Bocholt gehört. Sie wuchs mit einer älteren Schwester und vier Brüdern, wovon einer noch lebt, auf dem elterlichen landwirtschaftlichen Hof auf.

Anna kannte schon als Kind die Schwestern Unserer Lieben Frau, denn bereits ihre Tante gehörte als Schwester Maria Amona der Kongregation der Schwestern Unserer Lieben Frau an. 1957 trat sie dann selbst ins Kloster ein und nahm den Namen Maria Adelgodis an. Drei Jahre später legte sie die Ewige Profess ab.

Nach einer Ausbildung im Bereich Verwaltung wurden ihr Sekretariats- und Verwaltungsaufgaben für Schule, Kindergarten und Internat in Mönchengladbach übertragen. Ab 1996 bis zur Zusammenlegung der deutschen Provinzen der Kongregation im Jahre 2008 war sie Provinzsekretärin.

Schwester M. Adelgondis war ein geselliger Mensch, der gerne scherzte und lachte. Bei Festen kam es vor, dass sie ihre Ziehharmonika herausholte und so zur Freude und Unterhaltung beitrug. Oftmals nahm sie an der Bocholter Fußwallfahrt nach Kevelaer teil und pilgerte auch zu den wichtigen Stätten im Heiligen Land. Nun hat sie auf dem Schwesternfriedhof in Mülhausen an der Grasheider Straße ihre ewige Ruhestätte gefunden.

Autor: Alfred Knorr