Erhebungsphase für Tönisberg startet 2027 Erdgasumstellung in Kempen

Kempen · Eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands geht auch im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Kempen weiter. Nach der erfolgreichen Erdgasumstellung in Kempen und St. Hubert steht nun der Ortsteil Tönisberg im Fokus.

Hubertus Kinkel, Leiter Gasversorgung der Stadtwerke Kempen

Foto: Stadtwerke Kempen

Bereits am 05. September 2024 wurden Kempen und St. Hubert erfolgreich von L- auf H-Gas umgestellt. Die Vorbereitungen hierfür begannen bereits 2022, da jedes Gasgerät erhoben und anschließend angepasst werden musste. „Nachdem die Erdgasumstellung in Kempen und St. Hubert erfolgreich abgeschlossen wurde, ist nun Tönisberg an der Reihe. In 2027 beginnt auch hier die Erhebungsphase. Dabei werden sämtliche Gasgeräte erfasst und überprüft“, erklärt Hubertus Kinkel, Leiter Gasversorgung der Stadtwerke Kempen. Die Erhebungsphase werde voraussichtlich bis Mitte 2027 dauern. Anschließend wird im Jahr 2028 die Anpassungsphase folgen, in der die zuvor erfassten Gasgeräte technisch auf das neue Gas eingestellt werden. Die eigentliche physikalische Umstellung auf H-Gas erfolgt in Tönisberg am 5. September 2028.

Die Umstellung ist erforderlich, weil die Förderung des sogenannten L-Gases bis spätestens 2029 eingestellt wird. Deshalb werden die noch verbliebenen L-Gas Gebiete schrittweise auf H-Gas umgestellt. Für die Kundinnen und Kunden wird die Umstellung im Alltag kaum spürbar sein, da alle Gasgeräte entsprechend angepasst werden. H-Gas besitzt einen höheren Brennwert als L-Gas und gewährleistet auch künftig eine sichere Erdgasversorgung.

Wie bereits bei der Umstellung in Kempen und St. Hubert werden die Stadtwerke Kempen von zertifizierten Dienstleistungsunternehmen unterstützt. Die betroffenen Kundinnen und Kunden werden zunächst schriftlich über die bevorstehende Erhebungsphase informiert. Mit einem weiteren Anschreiben erhalten sie anschließend einen Terminvorschlag für die Erfassung ihrer Gasgeräte. „Unsere Kundinnen und Kunden müssen selbst nicht aktiv werden. Für die Erhebung und spätere Anpassung der Gasgeräte entstehen ihnen keine Kosten. Die Mitarbeitenden unserer Dienstleistungsunternehmen können sich jederzeit ausweisen und sind zudem am Stadtwerke-Logo auf ihren Fahrzeugen zu erkennen“, führt Kinkel fort.

Sollte sich ein älteres Gasgerät technisch nicht mehr anpassen lassen, können unter bestimmten Voraussetzungen Fördermittel des Bundes in Anspruch genommen werden. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.stadtwerke-kempen.de/de/Gas/Erdgasumstellung/ .