Schiedsfrau im Schloss empfangen Glückwunsch zur Wiederwahl

Stadt Willich · Bürgermeister Pakusch empfing die in ihrem Amt bestätigte Anrather Schiedsfrau Eva Peters auf Schloss Neersen.

Christian Pakusch empfing die in ihrem Amt bestätigte Anrather Schiedsfrau Eva Peters auf Schloss Neersen.

Foto: Stadt Willich

Gratulation und der passende Blumenstrauß zur Wiederwahl: Bürgermeister Christian Pakusch ließ es sich kürzlich nicht nehmen, der unlängst vom Rat für eine weitere Amtszeit bestätigten Anrather Schiedsfrau Eva Peters zu eben dieser Wiederwahl persönlich auf Schloss Neersen zu gratulieren.

Eine unparteiliche dritte Person – eben eine Schiedsperson – einzuschalten, ist bei vielen Auseinandersetzungen von Vorteil. Ehrenamtliche Schiedsfrauen und -männer helfen dabei, die Gerichte zu entlasten, indem sie Konflikte schnell und kostengünstig lösen. Oft könne schon ein beratendes Telefonat reichen, so Peters – sei es, um ein wenig zur psychischen Deeskalation beizutragen, oder eben um zu klären, dass vielleicht doch der Gang zu einem Anwalt der richtige Weg sein kann, weil eine Schiedsfrau eben auch nicht unbegrenzt in ihrem Amt zuständig ist. Aktuell – das obligatorische Klopfen auf Holz folgte – sei es in Anrath aus ihrer Sicht allerdings bemerkenswert ruhig, so Peters.

Schiedspersonen werden vom Rat der Stadt gewählt und vom Amtsgericht vereidigt. Sie werden unter anderem bei Nachbarschaftskonflikten, Beleidigungen oder Bedrohungen tätig und vermitteln in ruhiger, entspannter Atmosphäre, hören nicht wertend zu und richten nicht selbst. Für die Ausübung des Schiedsamtes ist insbesondere soziale Kompetenz, die Fähigkeit, zuhören zu können, sowie zum Ausgleich und zur Vermittlung von herausragender Bedeutung. Eine Schlichtung zum Beispiel einer Nachbarschaftsstreitigkeit kann im Rahmen eines Schiedsverfahrens ein aufwendiges gerichtliches Streitverfahren vermeiden und mit ein bisschen gutem Willen aller Beteiligten oft auch das nachbarschaftliche Zusammenleben wieder verbessern.