Alte Lieder mit den Leddschesweäver Ein unvergesslicher niederrheinischer Abend

Anrath · Hofhund Max, der meist heftig bellt, wenn Fremde auf den Clörather Kerstenhof kommen, zieht sich ruhig in seine Hütte zurück. Trotz der rund 80 Besucher spürt er diese wunderbare familiäre Atmosphäre.

Vorsitzende Marlies Pasch und Chorleiter Christoph Carlhoff bedanken sich bei den Gastgebern Maria und Josef Schmitz vom Kerstenhof.

Foto: Andrea Reuter

Die Leddschesweäver vom Bürgerverein Anrath hatten am 30. Juli zum fünften Mal zu einem Liederabend eingeladen. Bei schönstem Abendsonnenschein konnte Christoph Carlhoff viele Anrather, aber auch Mundartfreunde aus ganz Willich, insbesondere Schiefbahn, aus Süchteln und sogar Büderich begrüßen. Bürgermeister Christian Pakusch war ebenfalls wieder mit dabei, um gemeinsam mit den anderen Gästen diesen ganz besonderen Hofabend zu genießen. Dank der verteilten Liederzettel konnten dann alle die schönen Sommer- und Abendlieder der Leddschesweäver in der heimischen Mundart mitsingen. Ein Höhepunkt war sicher das Lied “Su’emernait“ (Sommernacht), das als Namensgeber des Abends auf einem Gedicht von Joseph von Eichendorff beruht und die Sehnsucht ausdrückt, mit anderen Menschen singend den Abend zu verbringen. Es schien so, als würden die zahlreichen Schwalben im Takt ihre Kreise über dem Hof ziehen. Friedel Kluth hatte zwei Mundartgedichte mitgebracht, welche die Besucher teils zum Nachdenken, teils zum Schmunzeln veranlassten. Am Schluss waren sich alle einig: in einem Jahr kommen wir gerne wieder zum Kerstenhof nach Clörath. Marlies Pasch, die Vorsitzende des Bürgervereins, bedankte sich bei Maria, Josef und der ganzen Familie Schmitz mit einem Blumenstrauß und einem Geldbetrag zu Gunsten einer Blühwiese, für die auch im nächsten Jahr der Bürgerverein eine Patenschaft übernehmen wird. Mit einem Glas Wasser oder Bier in gemütlicher Runde mit dem Bürgermeister, mit alten Bekannten und auch mit neu geknüpften Bekanntschaften ging dieser besondere Abend zu Ende.