Crowdfunding-Aktion TiG am Limit – wer hat was für Kultur übrig?

Mönchengladbach · Über die Folgen der Corona-Krise für die Kultur- und Veranstaltungsbranche ist alles gesagt worden. Für das TiG in Eicken geht es jetzt konkret ums Überleben. Mithilfe von Crowdfunding soll die Zeit bis zum Start nach Corona überbrückt werden. Über www.gofundme.com kann man auch mit einem kleinen Betrag helfen.

 Es gibt ein Leben nach Corona – und das TiG will durchhalten. Geschäftsführer Sinan Heesen setzt auf Crowdfunding.

Es gibt ein Leben nach Corona – und das TiG will durchhalten. Geschäftsführer Sinan Heesen setzt auf Crowdfunding.

Foto: TiG

(pek). 2018 hat Sinan Heesen das TiG, Theater im Gründungshaus, in Eicken übernommen. Viel Herzblut und Investitionen hat er hereingesteckt, um Kabarett, Comedy, Musicals und Musikveranstaltungen auf die Bühne zu bringen. „Vor der Corona-Krise durfte das TiG immer mehr Gäste empfangen. Die Entwicklung hat gezeigt, wie wichtig ein solcher kultureller Hotspot für Mönchengladbach ist.“

Fast ein Jahr nagt Covid19 aber inzwischen an der Kultur und damit auch am TiG. „Die Sorge, ob wir diese schwere Zeit ohne Veranstaltungen überstehen, begleitet uns jeden Tag“, sagt Heesen. „Trotzdem: Wir geben nicht auf. Mit einem aufwendigen Hygienekonzept sind wir bereit, unsere Türen wieder zu öffnen, wenn der kulturelle Betrieb offiziell aufgenommen werden darf.“

Um die laufenden Kosten auch über den voraussichtlich veranstaltungsarmen Sommer hinweg decken zu können, kann Heesen jetzt nicht mehr umhin, um Unterstützung zu bitten. „Die aktuellen Hilfspakete erreichen uns nur teilweise und decken ohnehin nur einen Teil der laufenden Fixkosten“, erklärt er und bittet um Mithilfe per Crowdfunding (s. Infokasten). „Ich würde mich über Unterstützung aus der Stadt und Nachbarschaft freuen, um diesen kleinen Fleck Kultur erhalten zu dürfen.“