Bühnenprogramm, Feuerwerk mit Schiffskorso, Kirmes Endlich wieder ein Ruhrorter Hafenfest

Ruhrort · Die beliebteste Duisburger Veranstaltung, das Ruhrorter Hafenfest, findet nach zwei coronabedingten Absagen diesen Sommer endlich wieder statt, und zwar vom 19. bis 22. August - mit dem größten und, jawohl, klimaneutralen Feuerwerk am Niederrhein.

 Mario Adams, Christoph Späh, Walter Pavenstedt, Alexander Klomparend, Bernhard Weber, Bernd Wortmeyer und Stella Tarala stellten das Programm des Ruhrorter Hafenfestes 2022 an Bord der „Oscar Huber“ vor.

Mario Adams, Christoph Späh, Walter Pavenstedt, Alexander Klomparend, Bernhard Weber, Bernd Wortmeyer und Stella Tarala stellten das Programm des Ruhrorter Hafenfestes 2022 an Bord der „Oscar Huber“ vor.

Foto: tw

Die Pressekonferenzen zum Ruhrorter Hafenfest sind immer fast so herrlich wie das Hafenfest selbst, weil es da - wie auf dem Hafenfest - so schön familiär zugeht. Insbesondere „Mr. Hafenfest“ Walter Pavenstedt legt immer eine maritime Lässigkeit an den Tag, mit der er gekonnt verbirgt, wie viel Arbeit, Stress, Kummer und Sorgen in der Organisation einer solchen Großveranstaltung stecken. Der diesjährige Schirmherr Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gebag, machte prima mit: „Wie Sie sehen, esse ich immer meinen Teller leer. Ich opfere meine Figur fürs gute Wetter.“

Was vorauszuplanen ist, ist geplant; einzig an der Schifferbörse ist noch offen, ob es eine Bühne geben wird. Bespielt wird der Vorplatz wieder von einem Gastronomen aus dem Duisburger Süden, der jeden Tag einen DJ „für Jung und Alt“ mitbringen will. Falls es mit einer Bühne vor der Schifferbörse nicht klappt, muss die offizielle Eröffnung anderswo stattfinden. Bernd Wortmeyer weiß aber schon, was er zu tun hat: den Schiffergruß „In Gottes Namen“ läuten, dreimal lang-kurz-kurz.

Die große Haniel-Bühne steht wieder auf dem Richard-Hindorf-Platz, dort legt am Freitag, 19. August, um 17.30 Uhr „Groovin‘ a Box“ los, „ein traditioneller Beginn, der immer gut funktioniert“, sagt der „für die Kultur“ zuständige ehemalige Leiter des Binnenschifffahrtsmuseums Bernhard Weber: Profimusiker, die tolle Coverversionen spielen. Noch einen drauf setzt ab 20 Uhr „Deluxe - die Radioband“ - der Name ist Programm, „die spielen, wie sie heißen“, so Weber, und zwar bis zum Feuerwerk, das ab Punkt 23.03 Uhr abgefeuert wird. Es ist das größte Feuerwerk weit und breit (und nach der Absage der Kölner Lichter und der PPP-Tage in Wesel wohl auch das einzige). Und es darf sich klimaneutral nennen, wie eine Prüfung der Klimaschutzorganisation „myclimate“ ergeben hat - ein professionelles Großfeuerwerk ist ein absolut umweltfreundliches Gestaltungsmedium, findet auch das Umweltbundesamt. Wir finden‘s herrlich!

Samstag und Sonntag finden sich mit Duisburgs ältester Rockband Atomics und den Sonny Boys um Heinz Robert Martin, den Neffen der legendären Tante Olga, wieder Ruhrorter Urgesteine im Programm, außerdem ein Johnny-Cash-Tribute (Weber: „Der Sänger ist ‘ne Wucht!“) und die Band Reifrock, die mit mittelalterlichen Instrumenten anreist, sowie, ganz groß am Samstagabend, die Deutschrockmafia.

Fürs richtige Hafenfestflair sorgt das Programm auf dem Wasser. Das „1. Deutsche Wasserski Show Team“, Weltrekordhalter, „Wetten, dass ...?“- und fernsehgarten-erprobt, zeigt am Freitag, Samstag und Sonntag seine spektakuläre Show, auf der „Rheinfels“ und mit historischen Dampfbooten sind Hafenrundfahrten möglich, Rotterdam schickt seinen repräsentativen Frachtensegler „Helena“, das Land NRW sein Laborschiff „Max Prüss“, das Feuerlöschboot ist schon da und schießt Wasserfontänen, und die „George Stephenson“ ist, da kann man Hafenkapitän Mario Adams voll vertrauen, die Sensation schlechthin, ein ganzes Orchester an mächtigen Dampfpfeifen und innen das reinste Antiquitätenkabinett.

Die Hafenkirmes dreht sich von Freitag bis Montag auf der Mühlenweide, acht Großfahrgeschäfte haben schon zugesagt, zehn sollen‘s werden - auch das eine gute Nachricht nach der Absage der Beecker Kirmes.